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22. Februar 2009, 08:40

Stefan Gimpl gewinnt den Weltcup-Titel im Big Air

Mehr als 15.000 Zuschauer feiern ersten Big Air in Quebec / Grilc 'back to business'

Mit einer gewohnt sicheren Vorstellung hat sich Stefan Gimpl nicht nur den Sieg im ersten Big Air seit fünf Jahren auf nordamerikanischen Boden gesichert, sondern sich auch nach dem vierten Wettbewerb des LG Snowboard FIS Weltcup 2009 in dieser Disziplin die Kristallkugel des Weltcup-Siegers vorzeitig gesichert. Der Salzburger (52.2 Punkte) verwies im Finale von Quebec, Kanada, mitten zwischen den Ausläufern der Autobahn 440, Marco Grilc (SLO, 47.4), der ein erfolgreiches BA-Comeback nach Verletzungspause feierte und Seppe Smits (BEL, 46.9) auf die Plätze zwei und drei. Mehr als 15.000 Zuschauer sahen dabei vor einem einzig-artigen Hintergrund eine eindrucksvolle Snowboard-Show.

Brüttisellen, 22.2.09 (mk) In Abwesenheit seines schärfsten Konkurrenten Peetu Piiroinen (FIN) feierte der 29-Jährige bereits seinen dritten Weltcup-Titel nach 2006 und 2008. Insgesamt war es der fünfte Sieg in einem Big Air Weltcup-Wettbewerb bei gerade einmal 17 Starts für das österreichische Urgestein. 'Dass ich heute nach langer Zeit mal wieder gewonnen habe und auch noch den Titel vorzeitig geholt habe, taugt mir sehr. Zumal ich anfangs Schwierigkeiten mit dem Kicker gehabt habe, weil der Schnee sehr weich war. Dann ging es aber sehr gut und ich habe mich an die lange 'Air time' gut gewöhnt.' Wie gut Gimpl, der im ersten Durchgang einen 'Cab 900' gezeigt hatte, mit den Verhältnissen zu Recht kam, präsentierte er dann im finalen Durchgang, nachdem er nach den ersten beiden Sprüngen auf Rang drei gelegen hatte. Mit einem absolut sauberen 'Frontside 900' erzielte der WM-Dritte mit 27.3 Punkten die Höchstpunktzahl des Finales und setzte die vor ihm liegenden Thomas Franc (SUI) und Seppe Smits (BEL) gehörig unter Druck.

Am Ende scheiterten beide Konkurrenten an dieser Messlatte. Franc stürzte bei einem 'Backside 900' und Smits, der bei der WM noch als Zweiter vor dem Österreicher gelegen hatte, erzielte mit seinem 'Backside 720' nicht genügend Punkte, um an Gimpl vorbeizuziehen. 'Auch wenn ich zuvor in Führung lag, bin ich überhaupt nicht enttäuscht. Ich bin eher froh, dass ich den letzten Sprung gelandet habe, denn es war das erste Mal, dass ich auf diesem Kicker backside gedreht habe', so der 17-jährige Belgier, der wie Gimpl einen 'Cab 900' als ersten Sprung heruntergebracht hatte, nach der Siegerehrung.

Am Ende jubelte somit Stefan Gimpl gleich doppelt. Denn mit dem vorzeitigen Weltcup-Titelgewinn hatte er trotz grossen Vorsprungs nicht gerechnet: 'Ich bin schon ein wenig überrascht. Ich habe das gar nicht erwartet. Am Anfang der Saison wollte ich eigentlich nur sehen, wie es geht. Und dann habe ich festgestellt, dass wenn es heuer nicht klappt, es wohl immer schwieriger werden wird, den Titel noch einmal zu gewinnen. Ich muss unserem ganzen Team ‚Danke' sagen, denn ohne den Teamspirit hätte das nie geklappt' so der frischgebackene Big Air Weltcup-Sieger von 2009.

Gelungenes Big Air Comeback für Slowenen

Marco Grilc war ebenfalls mehr als zufrieden. Denn im Oktober 2008 hatte der Slowene sich beim ersten Big Air der Weltcup-Saison in London die Hüfte ausgerenkt und schon damit gerechnet, den Winter abhaken zu können: 'Ich bin einfach froh, wieder Snowboarden zu können, nach dem Ganzen, was ich durchgemacht habe. Es ist ein gutes Gefühl, wieder dabei zu sein. Diesen Winter auf dem Brett stehen zu können, macht mich glücklich.' Und etwas von diesem Glück gab der 25-Jährige den mehr als 15.000 Zuschauern im Zentrum Quebecs zurück und zeigte dabei einmal mehr, das 'Backflips' die lautesten Reaktionen hervorrufen können - zumal Grilc einen doppelten als letzten Sprung - nach einem 'Frontside 900' zuvor - zum Besten gab. 'Das war ja nicht nur für die Zuschauer. Ich passe mich den Verhältnissen an und zeige dann die Tricks, die auch möglich sind.'

Das BA-Podium in Quebec:

1. Stefan Gimpl (AUT)

2. Marco Grilc (SLO)

3. Seppe Smits (BEL)


Die Schweizer konnten sich wie folgt platzieren:

8. Thomas Franc

18. Sergio Berger

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