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Marcel Krebs

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15. März 2009, 21:05

Kober und Anderson entscheiden Parallel Riesenslalom in La Molina für sich

Grandioses Jubiläum für Anderson / Spannung im Kampf um Weltcup-Titel

Der vorletzte Weltcup Stopp des LG Snowboard FIS Weltcup 2009 ist im spanischen La Molina mit Siegen für Deutschland und Kanada zu Ende gegangen. Im vorletzten Parallel Riesenslalom der Saison setzten sich heute Amelie Kober (GER) und Jasey-Jay Anderson (CAN) auf dem Kurs „Cerdanya Catalunya“ erfolgreich gegen die Konkurrenz aus 21 Nationen durch. Während Amelie Kober ihren dritten Saisonsieg in Folge feierte und damit Marion Kreiner (AUT), Michelle Gorgone (USA) und Ina Meschik (AUT) auf die Plätze zwei bis vier verwies, gelang Anderson ein Kunststück, das wohl keinem anderen Snowboarder gelingen wird. Die „Canadian Rocket“ krönte seinen 200ten Weltcup-Start mit dem 23ten Sieg seiner Karriere. Im Finale der amtierenden Weltmeister bezwang der 33-Jährige (PGS) Benjamin Karl aus Österreich(PSL), der damit seinem Landsmann Siegfried Grabner im Kampf um die Kristallkugel näher kam. Im kleinen Finale setzte sich Vorjahressieger Andreas Prommegger (AUT) gegen Simon Schoch (SUI) durch.

La Molina, 15.3.09 (mk) Dass es aber zu so einem unglaublichen Erlebnis für Anderson kommen würde, hatte vor dem zweiten Durchgang des Finales wohl niemand erwartet. Denn der zweifache Vater musste mit einem Rückstand von 97 Hundertstel den zum Teil äußerst steilen und mit 23 Toren ausgeflaggten Kurs in Angriff nehmen. „Benjamin (Karl) ist definitiv derjenige, vor dem ich am meisten Angst habe. Und dann schlafe ich im ersten Run auch noch ein, aber zum Glück hat er dann einen Fehler gemacht.“ Dadurch war der Weg frei für den amtierenden Weltmeister, der dank 34 Hundertstel Vorsprung seinem 200ten Weltcup-Jubiläum mit dem ersten Saisonsieg die Krone aufsetzte. „Ich habe mit einem Sieg nicht gerechnet, aber dafür gearbeitet. Es ist der Wahnsinn, sein Jubiläumsrennen zu gewinnen.“

Umso schöner war das Ganze für den zweifachen Vater, da er das „große“ Datum fast vergessen hatte: „Mir ist das erst vor zwei Tage aufgefallen. Ich bin einfach glücklich, schon so lange dabei zu sein. Es sieht so aus, als ob ich der Opa des ganzen werde. Aber ich habe noch ein Jahr“, so der 33-Jährige schmunzelnd nach seinem 54ten Weltcup-Podium.

Kober nimmt Fahrt auf

Bei den Damen war der Finalausgang ungleich knapper. Nur mit 7 Hundertstel Vorsprung überquerte die Raceboarderin der letzten Wochen, Amelie Kober, die Ziellinie vor Marion Kreiner. Und das, obwohl die Österreicherin im Steilstück schon einen komfortablen Vorsprung herausgefahren hatte. „Ich dachte, es geht sich nicht mehr aus. Da habe ich auf einen Fehler gehofft und den hat Marion (Kreiner) gemacht.“ Dank des Fauxpas ihrer Konkurrentin, fuhr die Miesbacherin ihren dritten Saisonerfolg in Folge ein: „Das ist der Wahnsinn. Damit hätte ich hier nie gerechnet. Denn eigentlich hasse ich diesen Berg, wobei es jetzt auch eine Hass-Liebe sein könnte.“

Durch den Sieg verkürzte die 21-Jährige (5,232 Punkte) den Rückstand im Kampf um den Parallel Weltcup-Titel auf nur noch 238 Punkte auf die noch in Front liegende Österreicherin Doris Günther (5,470), die heute bereits im Achterlfinale gegen ihre Landsfrau Julia Dujmovits ausgeschieden war.

Ihre Teamkollegin Kreiner hätte Kober zumindest noch ein wenig in Zaum halten können, bekam aber „im Flachstück einen Schlag. Darauf hat es mich verdreht und mir hat am Ende der Schwung gefehlt“, so die Grazerin. Dementsprechend enttäuscht war dann auch die 27-Jährige PGS-Weltmeisterin: „Es ist schon schade. Ich freue mich zwar über den zweiten Platz, aber eigentlich wäre mehr drin gewesen. Jetzt muss ich es beim nächsten Mal besser machen.“

Etwas Gleiches mag sich auch Michelle Gorgone gedacht haben, nachdem sie im Halbfinale gegen Marion Kreiner einen Penaltyvorsprung von 1,5 Sekunden durch einen unnötigen Sturz und somit ein besseres Ergebnis verspielt hatte. „Ich habe mich so gut gefühlt. Daher ist das schon ein Rückschlag. Auch wenn ich letztlich mit dem Resultat zufrieden bin, gibt es doch immer etwas zu bemängeln, wenn man nicht gewinnt“, so die 25-jährige US-Amerikanerin nach dem siebten Weltcup-Podium ihrer Karriere.

Zwei Österreicher machen Weltcup-Titel unter sich aus

Ähnlich wie Amelie Kober bei den Damen hätte Benjamin Karl heute ebenfalls den dritten Sieg in Folge feiern können, doch ein Fahrfehler im Steilhang machte dieses Erlebnis frühzeitig zunichte. Dennoch war der Österreicher nicht unzufrieden: „Die Hitze hat mir zu schaffen gemacht. Da hat dann am Ende die Kraft gefehlt. Aber ich bin nicht unglücklich über das Ergebnis. 1-1-2 taugt mir voll.“ Zumal der 23-Jährige den Abstand im Weltcup-Ranking auf seinen Landsmann Siegfried Grabner (4.920) verkürzen konnte. Mit 4,200 Punkten kann der amtierende PSL-Weltmeister weiter von der Titelverteidigung träumen, zumal er auch in der letzten Saison erst beim Abschluss in Valmalenco, Italien, wo auch heuer die letzten Rennen stattfinden werden, die Kristallkugel sicherte: „Die Titelverteidigung ist immer noch das Ziel. Da das jetzt auch theoretisch möglich ist, kann ich auch darauf hoffen.“

Das PGS-Podium von La Molina:

Damen Herren

1. Amelie Kober (GER) 1. Jasey-Jay Anderson (CAN)

2. Marion Kreiner (AUT) 2. Benjamin Karl (AUT)

3. Michelle Gorgone (USA) 3. Andreas Prommegger (AUT)

4. Ina Meschik (AUT) 4. Simon Schoch (SUI)



Die Schweizer konnten sich wie folgt platzieren:

Damen Herren

9. Fränzi Mägert-Kohli 4. Simon Schoch

28. Patrizia Kummer 9. Roland Haldi

36. Yvonne Schütz 10. Marc Iselin

14. Heinz Inniger

20. Nevin Galmarini

34. Marc-Roland Zürcher

35. Corsin Heim

37. Hans-Rüdi Amman

DSQ Kapsar Flütsch

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Das MÄNNER PODEST

Der Sieger 1. Jasey-Jay Anderson (CAN)

Die Siegerin Amelie Kober (GER)

Der Schweizer Simon Schoch

Katrhine Engeli_NOR