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Marcel Krebs

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15. September 2008, 03:15

Lindsey Jacobellis und Pierre Vaultier dominieren ersten Snowboard Cross der Saison

Qualifikationsschnellsten siegen auch im Rennen: Lindsey Jacobellis (USA) und Pierre Vaultier (FRA) haben den ersten Snowboard Cross des LG Snowboard FIS Weltcups 2009 für sich entschieden. Im ersten Weltcup-Rennen auf argentinischem Boden fuhr die amtierende Weltmeisterin aus den USA im Finale der Frauen mit reichlich Vorsprung ins Ziel und verwies damit Mellie Francon (SUI), die SBX Weltcup-Siegerin von 2008 Maelle Ricker (CAN) und Zoe Gillings (GBR) auf die Plätze zwei bis vier. Bei den Männern überquerte Pierre Vaultier die Ziellinie in Chapelco vor dem Norweger Stian Sivertzen, Mateusz Ligocki (POL) und Nick Baumgartner (USA).

Argentina (mk) Damit hatte sich in den heutigen K.o.-Finals das fortgesetzt, was sich schon gestern in der Qualifikation angedeutet hatte. Schon da hatten Jacobellis und Vaultier die Konkurrenz auf dem mit technisch fordernden Roller-Passagen und Kraftraubenden Sprüngen gespickten anspruchsvollen Kurs dominiert. Die Silbermedaillen-Gewinnerin der Olympischen Winterspiele 2006 hatte am Freitag mit 1,64 Sekunden Vorsprung auf die Zweite der Zeitmessung angedeutet, dass sie ein gewichtiges Wörtchen um den Sieg mitreden würde.

Damen Männer

1. Lindsey Jacobellis (USA) 1. Pierre Vaultier (FRA)

2. Mellie Francon (SUI) 2. Stian Sivertzen (NOR)

3. Maelle Ricker (CAN) 3. Mateusz Ligocki (POL)


Die Teilnehmer aus der Schweiz konnten sich wie folgt platzieren:

2. Mellie Francon 25. Fabio Caduff

9.Sandra Frei 27. Hans Reichen

12. Simona Meiler 36. Mario Fuchs

DNS Olivia Nobs

Doch sicher war sich die 23-jährige aus Stratton deshalb nicht gewesen, denn heute spielte im Gegensatz zum Vortag auch der Wind eine Rolle: 'Ich konnte deswegen nicht alle Sprünge korrekt nehmen. Ausserdem war es heute nach dem Start enorm wichtig zu arbeiten. Das war der entscheidende Faktor.' Das gelang Jacobellis bei ihrem 15ten Weltcup-Sieg ausgesprochen gut. Dementsprechend zufrieden war sie dann auch: 'Ich bin glücklich. Ich bin ein Wettkampfmensch. Wenn ich teilnehme, will ich gewinnen. Jetzt kann ich nach Hause fahren und meinem Trainer sagen, dass er einen guten Job gemacht hat.'

Im Feld der Männer spielte ebenfalls der böige Wind im oberen Teil des 1.200 Meter langen Kurses einen entscheidenden Faktor im Finale - allerdings nicht im Duell um den ersten Platz. Vielmehr erwischte es nach Mateusz Ligocki wenig später auch Nick Baumgartner, so dass die beiden Weltcup-Besten des Vorjahres das Rennen unter sich ausmachten. Die Nase vorne hatte dann der Titelverteidiger. Denn nachdem beide vom Start weg gleichauf gelegen hatten, verlor Sivertzen nach einem Fahrfehler Geschwindigkeit und somit den Kontakt zu Vaultier. Dass er wie schon im Vorjahr einen Traumstart in die neue Saison des LG Snowboard FIS Weltcup hinlegen würde, hatte Pierre Vaultier zuvor aber nicht erwartet.

'Ich habe nur Ende Juni für ein paar Tage im Schnee trainiert. Ich habe eher relaxt und bin anderen Sportarten wie Mountainbiken und Golf nachgegangen. Den ersten richtigen Einstand habe ich dann vor ein paar Tagen bei den Continental Cups gehabt.' Warum er trotzdem so stark in den neuen Winter starten konnte, konnte sich der 21-Jährige nur mit einer anderen Stärke erklären: 'Ich denke, ich bin mental besser geworden. Ich gehe besser mit dem Druck um, den ich mir selbst mache, wenn man das erste Rennen vor sich hat. Es ist grossartig, dass es so gut geklappt hat.'


Weiter Fakten:

Teilnehmer: 34 Frauen - 49 Männer aus 20 Nationen

Wetter: sonnig; während des Finals windig im oberen Teil des Kurses

Länge des Kurses: 1.200 Meter

Vertical Drop: 210 Meter

Kursbauer: David Ny, Schweden


Zusätzliche O-Töne:

Mellie Francon, Schweiz, Zweite: 'Es war ein grossartiges Rennen, dass sehr athletisch war mit den ganzen Sprüngen. Ausserdem war es spannend, denn zumindest am Anfang ging es im Finale eng her. Dann habe ich leider bei den Rollern Zeit verloren.'

Maelle Ricker, Kanada, Dritte: 'Es sieht so aus, als ob wir wieder zu dritt um die Weltcup-Kugel kämpfen. Es ist gut, dass wir alle so gut in die Saison gestartet sind wie wir die alte beendet haben. Lindsey hat es heute verdient zu gewinnen - sie war schon in der Quali eindeutig die Beste.'

Stian Sivertzen, Norwegen, Zweiter: 'Es ist ein super Start - wie schon letztes Jahr. Nur hoffe ich, dass ich dieses Mal Pierre Vaultier im Kampf um den WC-Titel schlagen kann.'

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