Mittwoch, 8. February 2012, 13:26:23 Uhr














02. August 2009, 22:52

Verwegen durch Frankreich

Seit zwei Tagen sind wir unterwegs. Und ich kann euch sagen, es ist herrlich. Ich bekomme nie genug. Gestern waren es die Arme, die Füsse und der Sonnenbrand und heute meine Knie!! Alle diese Körperteile so richtig zu spüren ist einmalig. Der Allerwerteste meldet sich alle zwei Kilometer und lässt sich nur mit hin und her rutschen besänftigen. Leiden gehört dazu! Dass allerdings so gelitten werden muss, dass hätte ich mir nicht in den allerschönsten Träumen vorstellen können.

Lac de Palandru, 2.8.09 (mk) Der Start am Samstag in Genf, lief bei über 30 Grad an der heissen Sonne ab. Nur, dass die Velowege in der Stadt Genf ganz einfach eine Katastrophe sind. Nicht die Qualität, sondern die Wegweisung, die jeden in die Irre führt.

Erste Hürde der Mont Simon

Erstmals auf diesen Hügel zu kommen, ist eine Sonderleistung. 7,5km gerade einfach den Berg rauf ist unglaublich hart. Schon am ersten Tag habe ich gemerkt, dass ich viel zu wenig trainiert bin. Schön war es doch, auch wenn ich die letzten Kilometer der 60km Etappe mit grausamen Fusskrämpfen zurücklegen musste.

Unser Begleitauto ist wahrlich ein Schatz - ohne es und die Fahrerin, wäre die Tour für mich nicht möglich gewesen. So können wir uns gemütlich zu Tisch setzen und werden verwöhnt. Spagetti Bolognese, Salat und feine Getränke. Herrlich - und alles das unter schönster Abendsonne.

Gewitter in der Nacht

Aufstehen mitten in der Nacht. Es fängt an zu regnen. Bis am morgen werden sich vier Gewitter abwechselnd um die Wette donnern und blitzen.

Nach einem grossartigen Frühstück weiter richtung Belley. Und wieder führt uns die Karte zuerst in die falsche Richtung. So wird die heutige Etappe zur Tortour l'Amour. Fast 3300 Höhenmeter, 68km und ein grauenvolles Leiden meiner Knie. Am Lac de Palandru haben wir unsere Zelte aufgeschlagen. Das Internet in Frankreich ist furchtbar und darum ist es die zweite Tortour etwas zu schreiben. Bis man nur eine Verbindung hat, verzweifelt man.

Es gibt noch viel zu erzählen. Vielleicht kommt jetzt bald endlich ein Zeltplatz mit anständiger Verbindung. Drückt mir die Daumen.

Bis morgen
Marcel

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