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29. Oktober 2009, 16:35
Kampf bis zum Tod - Neu! St.Galler Richter zeigt Mut!
Schnellverfahren für 8 GC Fans - Sie sitzen immer noch!
Das "Fussballfest" der beiden Clubs vom FC Zürich und des FC Basel artete wie gewohnt am gestrigen Abend wieder in Richtung brutalo aus. Schiesspulver und bengalisches Licht verzerrten das Fussballglück zu einer mehr als traurigen Angelegenheit, wobei einzelne Zuschauer um ihr Leben rannten. Grelles rotes Licht, Donner und geknall machten die Fussballprofis zu Statisten. "Für Familien, Schüler und Jugendliche ist ein Stadionbesuch im Letzigrund gefährlicher als ein hochalpine Tour oder eine Gratwanderung." Dies sagt ein besorgter Familienvater, der mit seinen Kindern am Match war. "Ich jedenfalls, werde mein Leben und das der Kinder nicht mehr solchen Gefahren aussetzen."
Brüttisellen, 29.10.09 (mk) Auch beim 13. glücklosen Anlauf für einen Sieg des FC Zürich gegen Erzrivale Basel lag der Status auf Gewalt und Hoffnungslosigkeit. Hoffnungslosigkeit der Verantwortlichen Sicherheitsdienste des FCZ, die einmal mehr nicht in der Lage waren Personen am Eingang zu kontrollieren und einer Hoffnungslosigkeit der Clubbosse, die bisher wenig oder gar nichts in dieser Sache unternommen haben.
Viele Vereinsbosse dulden den Chaotenkampf
Den Einnahmen zuliebe dulden die meisten Nationalligabosse der Clubs den Kampf dieses Chaotenpults. Sie unternehmen nichts, im Gegenteil, sie befürchten, dass ihnen Einnahmen in grosser Höhe entschwinden. Ausser dem Fussballgesindel der radikalen Fangruppen kommt nämlich bald niemand mehr ins Stadion. Da muss man den goldenen Mittelweg finden! - Dies scheint die Devise der Clubbosse zu sein sonst würden sie mehr und wirksamer eingreifen. Der Pult fängt wie immer im Stadion an und kostet den Steuerzahler Millionen pro Stadt.
Analog wie im Eishockey
Abhilfe kann da nur eines schaffen. Bekommen die Clubs das Problem Gewalt nicht in den Griff, muss man ihnen mit Geisterspielen drohen und zwar nicht mit einem sondern mit mehreren solcher Austragungen. Bekanntlich steigt die Bereitschaft für Ordnung impulsiv an, wenn man am Geldsäckel rüttelt. So hat es auch Einzelrichter Reto Steinmann im Eishockey beim Spiel Zug-ZSC gemacht. Forfaitniederlage für die Zürcher. Aber auch da sehen es die Verantwortlichen immer noch nicht ein und haben ja bekanntlich Rekurs eingelegt.
Kampf bis zum Tod
Beovr es nicht Tote gibt, wird sich nicht viel ändern. Da sind sich Sicherheitsexperten einig. Zu bequem sind die Clubverantwortlichen zu bequem die Politik. Der Tag wird aber nicht mehr weit sein, bis in Zürich, Basel oder anderswo Schwerstverletzte oder Tote abtransportiert werden müssen. Doch wie heisst es so schön: Fussball ist unser lebender König, Fussball regiert die Welt! Wünschen wir uns, dass Politiker endlich den Mut haben und neue Gesetze auf die Beine stellen - wünschen wir uns aber auch, diese Gesetze werden bald in Kraft treten und die Vernunft möge bald einkehren.
Marcel Krebs
Ausschreitungen in Zürich und St.Gallen
Es begann im Stadion und endete nach dem Spiel auf der Strasse mit Verletzten. Zwei Zivilpolizisten gerieten in Zürich zwischen die Fronten. Dabei wurde der eine Polizist zusammengeschlagen. Nur durch den Einsatz der herbeigeeilten Polizeigrenadiere konnte er schliesslich befreit werden. Er wurde mit Schürfungen und Wunden am ganzen Körper bis zum Kopf ins Spital gebracht. Der Übeltäter wurde festgenommen, wird aber laut Polizei im laufe des Tages freikommen???
Die Polizei musste Wasserwerfer einsetzen. Insgesamt nahm die Polizei 13 Chaoten in Gewahrsam. Beim Bahnhof Altstetten hielten die Fans die Züge auf und lieferten sich mit der Polizei grosse Scharmützel.
St.Gallen
3 Personen wurden verletzt, darunter eine Polizistin. Die Polizei setzte schon vor dem Spiel Gummigeschosse und Pfefferspray gegen randalierende Zürcher Fangruppen ein.9 Hooligans wurden vor dem Spiel eingezogen. Acht randalierende Zürcher Fans nach dem Spiel, wo die Zürcher die Niederlage der Grasshoppers mit Wutausbrüchen und Gewalt endgültig besiegelten.
St.Galler Untersuchungsrichter zeigt alle Härte!
Acht der Randalierer in St.Gallen wurden nicht wie üblich zur Personenkontrolle festgenommen - sie wurden per sofort in Haft gesteckt. Diese Härte kannte man bisher nicht in Schweizer Fussballszene. Mit diesem Novum haben die St.Galler Zeichen gesetzt. Diese Hooligans können somit weder zur Arbeit noch zur Schule und müssen sich auch am Arbeitsplatz oder in der Schule outen. Wie schlimm es nach dem Match war schreibt die St.Galler Polizei: Die Hooligans nahmen alles was nicht niet und nagelfest war in die Hände und warfen es gegen Polizisten oder normale Fans.
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