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Marcel Krebs

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KLUBNACHRICHTEN

22. November 2009, 10:36

Der Fussball im Sumpf der Korruption -

Brutalität und Wettskandale

FIFA Präsident Sepp Blatter und auch UEFA Präsident Michel Platini, stellen den Fussball gern als Botschafter des Friedens und der Verbindung der Völker dar. Diese Version bekommt aber mitten im Herz einen immer schwärzeren Fleck. Korruption, Betrug und Mafiosi beherrschen immer mehr mit ihren Taten die Welt des Milliardengeschäftes Fussball. Der jüngste Clou ist zweifelslos der neuerliche Wettbetrug in Europa, wo auch die Schweiz im grossen Stil beteiligt ist. (Titelbild Marcel Krebs)

Brüttisellen, 22.11.09 (mk) Von Marcel Krebs

Der deutsche Fussballpräsident Theo Zwanziger erlaubt sich noch die Unverschämtheit zu sagen: " Spielt das Ding doch nicht so hoch!" - Obwohl der DFB bereits vor vier Jahren mit dem Fall Hoyzer bis zu den Knien im Sumpf versank, versprach Zwanziger, dass so etwas niemehr vorkommen sollte. Das gleiche "harte" Vorgehen führt er jetzt wieder auf, in seinem auf wackligen Beinen stehenden Plädoyers in Sachen Fussball. Nur diesmal glaubt ihm niemand mehr, den seither ist in den vergangenen Jahren rein gar nichts in dieser Sache unternommen worden. Im Gegenteil die mit Bewährungsstrafen Verurteilten, die Gebrüder Sapina, konnten in voller Unverblümtheit ihr Unwesen weiter im Staate Fussball treiben.

Sepp Blatter glaubt an den Prinzen und die gute Fee

Sepp Blatter fühlt sich immer noch als Botschafter des Glücks und des Friedens. Sein Motto: Fussball verbindet Länder und Menschen, hat in der Zwischenzeit einen schwarzen Fleck mitten im Herzen bekommen. Nach neuesten Erkenntnissen verbindet Fussball nämlich auch Mafiosimachenschaften mit schwerster internationaler Krimminalität - auch eine Art Verbindung von Menschen. Der Glaube des FIFA Bosses, dass sein Fussball Völker zum Frieden verbindet, glaubt allerhöchstens noch sein Märchenprinz, der als Metapher in den FIFA Texten einen Hauch von Heiler Welt verbreitet. Aber nicht nur krimminelle Machenschaften sondern auch brutale Gewalttaten, trägt König Fussball mit. Erinnert man an die Versprechungen die damals bei den schweren Ausschreitungen in Italien gemacht wurden, dass man solchen Gewaltaten in Zukunft mit aller Härte entgegentreten werde, so wirkt diese Aussage heute nicht nur lächerlich, sondern verhöhnt die Menschheit in grösster Weise. Das jüngste weltliche Beispiel zeigt Afrika, wo sich die Fans bei den Spielen zwischen Aegypten und Algerien halb tot schlugen. Aber auch das Spiel vom letzten Freitag in Basel, beim Cupfight FC Zürich gegen FC Basel- gab es 25 Verletzte! Wo da die Verbindung und die feierliche Botschaft der Verbindung ihre Berechtigung hat, möchte man gerne wissen.

Fussball regiert die Welt!

Tatsächlich, die Aussage "Fussball regiert die Welt!" bestätigt sich immer mehr. Die mafiösen Machenschaften der Wettbüros können nur ihre Blüte treiben, wenn sie in den Mannschaften und Funktionären auch Nahrung finden. Die Verfallenen des Geldes nehmen dabei wenig Rücksicht auf Verluste. Sie benützen die Spieler und Funktionäre als wohlwollende Unterstützer ihrer Machenschaften. Die so hochgepriesenen Sicherheitsmodelle der FIFA und auch der UEFA nützen da wenig oder rein gar nichts, wie die neueste Praxis zeigt. Dabei könnten gerade die beiden Grossverbände einiges dagegen tun. Was tun sie aber? - Nichts! Millionenverdienter im Fussball müssen weder ihre Einkünfte darlegen noch eine Eidesstaatliche Verfügung unterschreiben, dass sie Clean sind. Wie auch, wenn man noch nicht einmal das Doping in den Clubs rigoros bekämpft. Es gäbe noch dutzende weiter Vorkommnisse. Derweil zieht die grossen Bosse lieber in herzensbrechenden Grossveranstaltungskampagnien durchs Land, benützen Kinder zum Einmarsch der Mannschaften bei wichtigen Spielen als Botschafter. Was wird uns hier eigentlich vorgegaukelt?

Wie lange wollen wir noch Zusehen?

Ein altes Sprichwort sagt:"Der Krug geht zum Brunnen bis er bricht." Der Krug ist aber schon längst zerbrochen und wurde immer wieder mit dem raffiniertesten Klebstoff den es auf dem Markt gibt, zusammengehalten. Kinder sind eines dieser Klebteile. Geld das Andere! Kinder vermitteln Frieden und Reinheit. Geld Ruhe und Ordnung! Wo dieses Geld für Präventionen und Bekämpfung der Brutalität eingesetzt worden ist, weiss man nicht. Wo dieser Frieden und diese Reinheit der Kinder bei den Brutalitäten und mafiösen Machenschaften ist, sucht man vergeblich.

Update:
Spieler vom FC Thun und FC Gossau im Fokus der Fahnder!

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Bild Marcel Krebs