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25. November 2009, 15:52
Streicheleinheiten für die Hooligans
Die Bosse sind gegen die Polizei
Sich jeden Spieltag wiederholendes Hooligansgetue im und neben den Stadien, Schlägereien, boshafte Gewalt, Randalierer vom Jüngsten bis zum Hooligan nehmen auch in Zukunft die Eishockeybosse in Kauf und schmeissen die wohl besten Vorschläge aller Zeiten, der Polizeikonferenz zum Fenster raus. Mit fadenscheinigen und lächerlichen Argumenten wie:" Unsere Stadien sind nicht gemacht für nur!! Sitzplätze bis zum untauglich etc. etc. nehmen sie lieber Zerstörungswut hin. Bezahlen tut ja der Steuerzahler!
Brüttisellen, 25.11.09 (mk) An einer Pressekonferenz im "Hause des Sportes" in schönen Ittgen präsentierten die Eishockeygewaltigen der Liga Vaucher SC Bern,Lüthi SCBern und Zahner ZSC Lions, ihre etwas eigenartige Sicht der Dinge, die im Moment im Schweizer Clubeishockey laufen.
Vor Wochenfrist hatte ja bekanntlich die Kantonale Polizeidirektionskonferenz (KKJPD) aufhorchen lassen, dass verschiedene Massnahmen gegen die brutalo Gewalt im Schweizer Clubeishockey unternommen würden. So ist die heutige PK eher einem versuchteN aber eher misslungenen Befreigunsschlag der Eishockey Kaiser des Schweizer Clubhockeys zu werten. Auf gut Deutsch heisst das: Die Clubbosse haben die Hosen voll und befürchten Besucherrückgang durch Fans und Zuschauer, die sich des Lebens nicht mehr sicher sind, die Frankenmässig in die Millionen gehen könnten. Die jetzt schon roten Zahlen könnten bei den viel zu teuren Clubkosten zur Farce werden.
Wie oft schon hat man Hilferufe an die Behörden gehört. Und jetz auf einmal, kann es nicht sein, dass die Behörden eingreifen? Gelegenheit haben die Clubs Jahrelang gehab, um etwas gegen ihre Tieffliegerrowdies zu unternehm. Unternommen haben sie rein gar nichts. Alibiübung um Alibiübung. Und erst jetzt, wo es an den Geldsäckel geht, will man die Hilfe des Staates, die je länger je mehr notwendiger ist, nicht mehr haben. Man weiss aber mit Sicherheit, die laufenden Problem mit den brutalo Gewaltätern sind intern nicht mehr zu stoppen. Zudem hat der Staat die Aufgabe, gegen solche Vorkommnisse einzuschreiten und die Zuschauer gegen Krimminelle zu schützen.
Fancard sei nicht umsetzbar
Die optimale Idee der Polizei, eine Fancard einzuführen, sei schlicht nich umsetzbar. Fragt sich da nur wieso. Die Clubs bringen es schliesslich immer wieder fertig bei den unmöglichsten Stellen Geld für ihre überteuren Spieler aufzutreiben und da sollte auch die Durchsetzung einer Fancard ein Klecks sein.
Stehplätze müssen bleiben
Klar, man will nicht in die Infrastruktur der Technik investieren, den das ist blockiertes Geld. "In der Schweiz herrsche Stehplatzkultur." Es seien auch da moderate Preise möglich. Wenn aber Eintrittspreise für Stehplätze 30.- und mehr Franken kosten, kann kaum von moderaten Preisen die Rede sein. Und der Lapsidarus, dass das Problem nicht innerhalb sondern ausserhalb der Stadien sei macht die ganze Geschichte geradezu zum Lachanfall. Wer ist den der Auslöser für die Gewalttaten - die Spiele - oder? und da sich bekanntlich die Erreiferung im Sitzen weniger strapaziert, kann man diesen neuen Vorschlag zum abschaffen der Stehplätze nur gutheissen.
Eine gute Idee - Kombiticket (Wir berichteten)
Auch das Kombiticket wird mit kaum nachvollziebaren Argumenten als unsinnig tituliert, obwohl gerade dieses Ticket grosse Vorteile mit sich bringt.
Am Alkohol liege es nicht
Ein Alkoholverbot hätte keinen Einfluss auf die Zuschauer. Wer einmal ins Stadion geht, wird erstaunt feststellen wie da regelrecht gesoffen wird, oder er schaue bw. von der Fantribüne in Rapperswil Jona (Dinersclub Arena) hinunter, dann kann er feststellen, dass bei jedem Spiel der Boden von hunderten von Bierbechern übersät ist.
Als peinliches Argument wird zudem wieder die Geschichte von den lieben Zuschauern aufgetischt, dabei vergisst man, dass man gerade desswegen hart durchgreifen muss, es sind ja auch jeden Abend viele hundert Kinder als Zuschauer dabei, den die friedlichen Zuschauer werden von den nur 5% Chaoten wie man die Gruppe in der Ausmassgrösse gerne bezeichnet, regelrecht an den Rand des Verderbens gestossen und grobfahrlässigen Gefahren ausgesetzt. Ob man will oder nicht, mit Sprüchen und Fantasievorschlägen wird die Schweizer Eishockeygeschichte kaum reicher sondern um ein grosses schwarzes Kapitel ärmer.
Jetzt hilft nur noch hartes Durchgreifen.
Die vorgeschlagenen Massnahmen der Polizei sind ein guter Vorschlag, wenn wir alle heil aus der Sache (den Stadien und ihren Vorplätzen) kommen wollen.
Und vielleicht könnte man ja auch zu Gunsten der Sicherheit die Spielergehälter herunterschrauben, so hätten alle etwas davon. Schwerstverletzte nur um des lieben Geldes willen, Kinder der grossen Gefahr von Verletzungen auszusetzen - nur um des lieben Geldes willen, ist beileibe kein Ehrendelikt, liebe Eishockeybosse.
Marcel Krebs
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