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08. Dezember 2009, 11:54

Sensation im Falle Claudia Pechstein

Schweizer Bundesgericht entscheidet gegen die CAS

Das Schweizer Bundesgericht hat einem Eilantrag der Antwälte von der mehrmaligen Olympiasiegerin und merhmaligen Weltmeisterin im Eisschnelllauf Claudi Pechstein stattgegeben. Pechstein kann somit ihre letzte Chance bei den Rennen am Wochenende in Salte Lake City über 3000m wahrnehmen, starten und sich qualifizieren. Diese Niederlage des Internationalen Sportgerichtshofes CAS in Lausanne, ist einmalig und ein herber Rückschlag für die WADA, der internationalen Eislaufunion(ISU), das olympische Komitee, den deutschen Vize IOK Chef Dieter Bach und die gesamte Dopingbekämpfung. Pfusch wiegt eben genau so schwer wie Doping.

Brüttisellen, 8.12.09 (mk) Am 8. Dezember wurde Claudia Pechstein nach langem hin und her definitiv für 2 Jahre gesperrt. Der Rekurs beim CAS wurde abgelehnt. Begründung: Die Blutwerte Pechsteins wären auffällig und nicht normal und nur durch Blutdoping möglich gewesen. Pechstein kämpfte sei Jahren gegen die Dopingvorwürfe und bestritt immer gedopt gewesen zu sein. Sie hatte die gesamte Gilde der Dopingexperten auf ihrer Seite.

Die Wada machte dutzende von Verfahrensfehlern und entschied schlussendlich aufgrunde eines Bluthöchstwertes, der nicht mal rechtens bewiesen werden konnte gegen Pechstein.

Nun hat Claudia Pechstein einen grossen Schritt zur Aufhebung ihres Urteil betreffend Sperre gemacht. Ihre Anwälte haben nun beim Schweizerischen Bundesgericht, dass in letzter Instanz zuständig ist, alle Verfahrensfehler aufgelistet und weitere Unstimmigkeiten präsentiert und zur grossen Überraschung der Fachwelt recht bekommen. Der Aufschub gilt ab sofort!

Vom Eisschnellverband ist keine Antwort zu bekommen. Man hüllt sich im Schweigen. Diese wohl grösste Niederlage einer Weltsportorganisation wird noch grossen Aufruhr geben.

Die 37-Jährige Claudia Pechstein erfuhr ihr Glück heute morgen beim Training."Jetzt hat es sich gelohnt weiter hart zu trainieren. Ich habe immer gewusst, dass die Gerechtigkeit siegen würde. Ich bin glücklich."

Der deutsche Eislaufverband hat signalisiert, dass bei einem OK des Schweizerischen Bundesgerichtes, man Pechstein keine Steine in den Weg legen würde. Sie wird und kann also in der ehemaligen Olympiastadt bei der letzten Quali starten.

Der Schweizer Richter an der CAS Stehphan Netzle sagte noch am 4. Dezember 09, dass Pechstein am Bundesgericht kaum Chancen habe. Er wurde wie seine zwei weiteren Kollegen eines besseren belehrt. Für Netzle dürfte dies die grösste Niederlage in seiner berühmten internationalen Richterkarriere sein und wohl auch die
Erste und Letzte.

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