Mittwoch, 8. February 2012, 06:30:04 Uhr














16. Februar 2010, 01:13

Zauberschloss

Wer wünscht sich nicht sein Zauberschloss? Bei mir ist es ein bisschen anders. Ich male mir immer wieder ein neues Zauberschloss, richte es ein mit allem, dass ich mag. Es steht irgendwo im Märchenwald, weit draussen - dort wo der Himmel in den schönsten Farben leuchtet - in einem feinen Blau, einem ganz glücklichen Grün, ein herzhaften Rot, einem rosatroten ins Pink laufenden jungen und frechen Barbieton und einem sonnenglühenden Gelb-Rot der angenehmen Wärme. Für mich ist das Märchenschloss im Märchenland Zauber und Fantasie. Manchmal, ehrlich gesagt ganz mein Leben. Einfach wunderschön und wunderbar.

16.2.2010 Brüttisellen (mk) Lange ist es her. Lange habe ich meine Pinsel nicht mehr in die Hand genommen. Erschrocken bin ich, als ich meine Malschachtel aus dem Kasten genommen habe. Die Borsten steinhart und teilweise noch voller Farbe. Was war da passiert? Weiss nicht mehr - muss ein ziemliches Durcheinander gewesen sein, dass ich alles so liegengelassen habe.

Doch die beste Methode Ölfarbe vom Pinsel zu bekommen ist: "Man legt sie in das Abwaschbecken, lässt warmes Wasser einlaufen und reibt die Borsten mit Abwaschmittel ein. Nach einer Weile löst sich alles vom Pinsel und man kann ihn ausspülen. Dann formen, wie er vorher war. Alles neu.

Im Malkasten sind auch noch dutzende von Maltuben in allen Farben. Dass liebe ich. Bunt und froh! Und wenn ich dann die Leinwand nehme, dann geht es los. Kräftig male ich darauf. In Rot, Grün, Gelb, Schwarz und Blau, Orange und Silber, Kupfer und Gold. So muss es sein.

Für mich ist malen Therapie. Ich male einfach drauflos. Lasse alles raus. Klar, die Idee die ist ja da - ein Schloss, ein Märchen - eine Prinzessin. Vielleicht ein böser Drache oder eine Hexe? In dieser Welt der Poesie, des Glücks und da wo das Gute immer siegt - hier ist meine Welt der Träume.

Malen bedeutet mir viel. Auch wenn ich es manchmal Monate seinlasse. Der Duft der Ölfarben im Zimmer - in der ganzen Wohnung. Das Bild riecht noch Tage danach. Malen zieht mich einfach in den Bann. Malen ist Glück für mich, Beruhigung - oder vielleicht sogar der Weg zu neuen Ufern.

Der Pinsel führt sich allein. Ja, er führt mich über die Leinwand - in mir drinn sagt es: " Rot - Viollet-Gelb-Grün jezt Schwarz.....Nirgends wo anders kann ich mich so entspannen wie bei meinen Ölbildern. Für mich sind sie Gold - für anderen nichts! In ihnen sehe ich mein Leben, meine Zukunft und in den vielen Schlössern die ich schon gemalt habe finde ich die Ruhe, die mir wieder neue Gedanken gibt - Gedanken für ein besseres Leben.

Malen beruhigt - Malen bewegt. Malen tut gut - Malen ist schön. Schön ist es auch, dass ich meine Bilder in meinem Heim aufhängen kann. Einfach so, wo's mir gefällt. Nur eines im Schlafzimmer gefällt meiner Frau Andrea nicht. Es ist kein Schloss - es ist ein Bild von Fischen im Meer. Zugegeben, die Köpfe der Fische gleichen Menschen - vielleicht - vielleicht sind sie auch Gefangene des Meeres, Gefangene der Welt?

Jedes Bild erzählt tausende von Geschichten und dass ist das Schöne daran. Jeder interpretiert die Bilder anders. Wieso ich letzten Freitag aber wieder mit einem Zauberschloss angefangen habe? Meistens male ich meine Gedanken, meine neuen Visionen in festen Farben auf Leinwand. Nach wochenlangem leeren Kopf - der weder neues kreieren wollte und konnte, bin ich heute wieder in der glücklichen Lage vieles zu tun. Wunder brauch immer ein bisschen Zeit.

Jeden Freitag male ich mit meinem Sohn von nun an wieder in allen Farben. Wir können uns dabei so wunderbar unterhalten - reden - über vieles und nichts. Ein feines Essen, dazwischen Guetzli und Kuchen und uns dabei von Rot und Blau durch die Welt der Fantasie führen lassen und dazu die besten Gespräche der Welt führen.

Man braucht nicht viel um glücklich zu sein. Man braucht nur seinem Herz zu sagen: Öffne dich, lass deinen Gefühlen freien Lauf, mach einfach so wie du möchtest. So einfach ist es tatsächlich glücklich zu sein. Und es tut dazu noch wahnsinnig gut.

Mit Schreiben ist es wie mit dem malen - man kann nicht mehr aufhören. Es tut auch gut. Und wenn manchmal viele darüber Lächeln, über die Bilder, die Texte und die vielen wunderschönen Gefühle die im Herzen umherschwirren, kann ich sie verstehen. Es gibt nichts Schöneres mit dem Gedanken einzuschlafen - es geht mir gut, ich hab euch alle lieb und ich kenne auch meine Mission hier auf Erden - dass ist schön. Man braucht nicht viel um glücklich zu sein - Güte, Ehrlichkeit, Herzlichkeit und eine grosse Portion Mut im Herzen - um allen zu Verzeihen.

Alles Liebe
Marcel

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