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11. März 2010, 01:29
Dem Traum entgegen
Hör auf die Botschaft des Adlers und auf die Stimme der Mutter Erde, denn sie sind vom Schöpfer geschaffen. Du brauchst sie für deine Spiritualität, denn was du dir selbst erschaffst ist nicht heilig. Weine und gehe weiter.
11.3.2010 Brüttisellen (mk) Vielleicht ist es Euch auch schon mal so ergangen. Du spürst, das Ziel ist nicht mehr weit. Doch gerade jetzt scheinen dir die Kräfte zu entfliehen. Du bist matt - Schachmatt. Man könnte sagen die Luft ist raus. Und genau in diesen Augenblicken sinnt man sich wieder auf alte Werte, die man einmal gelebt hat. Der Alltag hat Dich dann irgendwann übernommen, gute Vorsätze sind verflogen, gelerntes vergessen und......schlussendlich lebt man wieder wie man gelebt hat, bevor man sich so richtig besonnen hat, etwas für sich zu tun.
So kommt der Tag wo man ausgebrannt ist, leer ist. Irgendwie spürt man dann - es gibt mehr, was hast Du früher in solchen Situationen gemacht? Und du merkst auf einmal, es sind andere Werte um glücklich zu sein - andere Werte als die du meinst. Und du merkst auf einmal braucht eine andere Lebensweise um Glück und Frieden geniessen zu können. Werte, die dir im stressigen Leben niemals in den Sinn kommen, verschweige den, dass Du sie lebst. Du kennst sie ja nicht einmal. Die einen nenen es das Aha-Erlebnis - die anderen die letzte Chance um wieder auf beiden Füssen stehen zu können, lieben zu können und auch verzeihen zu können. Das eigene Ego hat all in den Jahren Deinen Körper vollkommen ausgelaugt. Hörst Du die Worte noch? Wieso habe nicht auch ich? Wieso kann der? Ich bin benachteiligt um nur so einige zu nennen. Bestimmt sind es dutzende solcher Argumente. Genau die, die Dich runterziehen, weit runter.
Das Gedicht eines Indianers, das oben im Teaser steht, stammt aus einer sehr alten Sammlung indianischen Gutes. Es ist vom Stamm der Lakota-Sioux. Sie stammen aus dem Büchlein von Gerhard Buzzi der unzählige indianische Heilgeheimnisse zusammengetragen hat.
Hör auf die Bostschaft des Adlers und auf die Stimme der Muttter Erde, denn sie sind vom Schöpfer geschaffen. Worte die tief gehen, mich berühren und mich in eine Zeit zurückführen, wo ich wirklich Frieden und Freiheit spürte. Dass sind aber jetzt einige Jahre her, wo ich so gelebt habe. Kaum hatte ich meine Ausbildung abgeschlossen und mich wieder in den normalen Alltag begeben, wurde ich von den Zeichen der Zeit mitgerissen. Geblieben ist im Herzen dennoch etwas.
So bin ich wiede zum Suchenden geworden, zu dem, der sich wieder nach Spiritualität sehnt. Wie schön war es mitten im Wald an einer Feuerstelle zu sitzen, zu träumen und den Flammen des Feuers zuzuschauen. Jede Flamme trug eine Botschaft mit sich. Oder wie schön war es über glühende Kohle zu gehen ohne nur etwas zu spüren. Wie schön war es, mit verbundenen Augen geführt von einem lieben Menschen durch den Wald zu gehen, zu spüren wie der Boden sich ändert, durchs Wasser zu laufen, zu spüren was Wasser wirklich ist. Wie schön war es, wenn sich Menschen mal eine Stunde lang nur gutes erzählen, gutes dass sie am anderen Menschen finden. Oder wie schön war es, in einer Trance über Felder, Städte, Flüsse und Seen zu fliegen und alles von oben wie ein Adler zu beobachten.
Die Wirklichkeit im Alltag sind meistens anders aus. Im Beruf und im Büro herrschen Zustände der Ernüchterung. Der Respekt ist längst verloren gegangen, Ausbrüche verbaler Art sind an der Tagesordnung. An den Schulen herrschen chaotische Lernzustände, die guten sollen noch besser werden, die weniger guten, oder sagen wir die schlechten sollen vergessen werden. Schaffst Du den Sprung in die Spitzengruppe nicht, wird Dich der Besenwagen bald überholen. So ist es - leider. Kein Kind bekommt eine Chance, wenn es sich nicht mit Eigenleistung behaupten kann. Wir züchten eine Elite. Die Elite der Vernunft und der sogenannten Ethik. Dabei wissen die Wenigsten, was Ethik überhaupt ist.
Ich lasse mich mit der Trommelmusik mitnehmen auf eine Reise, die meiner Phantasie entspringt. Ob es jetzt etwas mit der Realität zu tun hat oder nicht, ist doch egal. Hauptsache ich kann mich entspannen und frei denken.
Hast Du auch schon mit Deinem persönlichen Krafttier geredet? Wie schön es ist, wirst Du erst erfahren, wenn Du den Mut hast es zu tun. Ruf es, lass es sich zeigen und sei erstaunt, was für ein Krafttier Dir begegnet. Du kannst es fragen über alles, dass was Du auf dem Herzen hast. Bedanke Dich aber immer bei ihm.
Solche Abstecher in eine Welt, nennen wir sie Phantasie oder ins Innere unserer Seele tun gut. Wirklich gut. Versuch es ruhig einmal. Leg Dich hin, wenn Du keine Trommelmusik hast so höre eine wunderschöne Musik und gehe langsam die Stufen herab ....immer tiefer bis Du Deinem Kraftier begegnest. Rede mit ihm, frage es alles - und, es wird dir erstaunliche Antworten geben.
Heute hat mir wieder ein Mensch geschrieben, den ich sehr lieb habe. Ein Mensch der wundervoll ist. Es geht dabei um echte Freundschaft um Worte, die mir jedesmal tief in meine Seele gehen und auf mich wirken. Worte sind schön und tun gut. Worte braucht der Mensch. Warum erzählen wir uns nicht mehr solcher Worte? Warum schwärzen wir uns nur an, sind gehässig miteinander und suchen nur unsere eigenen Vorteile, warum?
Die Strasse des Erfolges lässt uns vieles vergessen, vieles, dass uns später fehlt, wenn es nicht mehr so läuft wie es sollte. Und doch bewege ich mich auf meinen grossen Traum zu, ungewollt und ohne Hast, einfach so. Ein bisschen macht es mir Angst, die Konsequenzen sind ja meistens, noch mehr Arbeit, noch weniger Freizeit und noch weniger echte Freunde. Leider ist das so. Ich will aber diesmal aufpassen, bestimmt. Wenn ich jetzt dann gleich zu Bett gehen, werde ich an meine Freunde denken, ganz fest und mit einem Lächeln in die Träume der Nacht entgleiten.
Hör auf die Botschaft des Adlers und auf die Stimme der Mutter Erde, denn sie sind vom Schöpfer geschaffen. Du brauchst sie für deine Spiritualität, denn was du dir selbst erschaffst ist nicht heilig. Weine und gehe weiter.
Ich hab Euch alle lieb und wünsche allen eine wunderschöne gute Nacht.
Marcel
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