Mittwoch, 8. February 2012, 07:25:15 Uhr














24. März 2010, 00:59

Zurück zum Erfolg oder Oft gespielt und nichts gewonnen?

Vielleicht ist es Dir auch schon so ergangen. Weiss der Kuckuck wer, treibt Dich in den Keller und Du gräbst in den Gestellen, die voll von eigenen Antiquitäten sind. Sozusagen Dein Lebensmist, hast Du da unten gelagert - im Dunkel der feuchtnassen Kellerwände. Die Lampe an der Decke brennt schon lange nicht mehr und Du bist angewiesen auf das Licht des Kellernachbars. So recht so gut - ich suche.

24.3.2010 Brüttisellen (mk) Was suche ich überhaupt? Eigentlich wollte ich einen Schraubenzieher aus dem Werkzeugschrank holen. Da aber im Kellerabteil ein solches Puff herrscht, muss ich zuerst alles beiseite räumen - oder besser gesagt, vor den Keller stellen.

Das Gestell, dass einmal unser Wohnzimmer im herrlichsten Glanz präsentiert hat, steht still und verlassen da unten. Wenigstens hat man ihm die Ablage von Ordnern, Fotoalbem, Ansichtskartenschachteln, altem Briefpapier, etc. gelassen.

Was sehe ich da? Mitten unter den Ordnern, steht ein frecher Grüner. Der Weg zum Erfolg - steht da drauf. Sofort wird mir klar, du hast ja vor bald 20 Jahren ein Buchmanuskript geschrieben. Ich nehme ihn herunter und schlage ihn auf.

Geboren im Zürcher Oberland steht da als Titel des ersten Kapitels.

"Wenn man von einem Zimmer ins andere wollte, so musste man immer durch den Hausgang gehen." stand da mitten im Abschnitt. "Die Küche war das Zentrum in all den alten Kosthäusern. Die Umgebung meines Elternhauses, das einzige Haus mit grösserem Umschwun war wild und romantisch. Brombeeren, Himbeeren, Reben, Apfel- und Birnbäume und ein wunderschöner Flieder zierten die prachtvolle Gartenlandschaft und machten das Haus zur einzigartigen Oase. " - Und auf Seite drei steht da von meinem Unfall - "An diesem Abend schossen die Nachbarskinder wie verrückt, planlos Pfeile durch die Luft. Einer dieser Pfeile geschärft mit einer Tintenschulfeder, traf mich mitten ins rechte Auge. Ich habe heute manchmal das Gefühl, dass ich das Schreien höre, die Schmerzen noch genau spüre, wie an diesem Frühlingsabend." - Weiter lese ich :" In der Küche befand sich das Ofenbänkli und der Holzherd mit dem Wasserschiff. Bei Grossmutters Wohnung hatte es als Ausnahme auch einen Kachelofen im Nebenzimmer. In diesem Zimmer verbrachte ich mit Grossmutter während des Tages die meiste Zeit. Der grosse alte Gasherd mit revolutionärem Backofen, blieb mir für immer in Erinnerung. Wollte man diesen Gasofen anzünden, so musste man erst den Deckel vorne öffnen um auf beiden Seiten die Flamme zu entfachen. Damit aber unten das Gas ausströmte, drückte man oben am Herd einen Hahn nach rechts. Für ältere Leute eine komplizierte Sache. Meine Grossmutter hatte sich da eine besondere Technik ausgedacht. Gashohn oben auf, dann Zündhölzer suchen!!!! Deckel auf, anzünden, Düse suchen und Wuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuum! das Haus erzitterte als sei ein Erdbeben und der die Flamme war entfacht.


Weiter lese ich unter dem Kapitel - Marcel und die Schweizer Armee

"Ein Adjudant mit Gehilfen, unterrichtete uns vier Wochen lang und brachte uns militärische Technik bei. Am Schluss gabs noch eine Prüfung. Dann endlich, dann wurden wir auf die Offiziere losgelassen." - Es ist hier die Rede als ich Arbeitslos war und mich beim Militär als abgewiesener Militarist als Offiziersputz meldete.

Oder der Beginn meiner damaligen Geliano AG die später eine grösse erlangte, die mich schlussendlich in den Ruin trieb.

Da ist die Geschäftsreise nach Taipeh in Taiwann. -""Die Fahrt vom Flughafen in die Hauptstadt führte durch fruchtbares gründes Land, an vielen Reisfeldern vorbei auf einer gut geteerten Strwasse mit einer Stunde Fahrzeit bis zur Stadtgrenze. - Die Snacke Allee - "Mit eigenen Augen habe ich gesehen wie eine giftige Brillenschlange abgehauen ist. Verschwunden in einem Kanalschacht. Also kann es ohne weiteres passieren, dass du in der Badewanne von einer Kobra gebissen wirst."

Das Hilton in Hongkong

"Die Rezeption war so gross wie ein Tanzsaal." Steht da in meinem Manuskript. Weiter - Auf jeder Etage war ein Zimmerkelllner, eine Putzfrau und ein Zimmermädchen. Sobald man das Zimmer verliess, wurden die frischen Früchte wieder aufgefüllt, das Bett geglättet und mit dem Staubsauger gereinigt. (Dies war immerhin vor dreissig Jahren!

Es geht noch weiter .... dreihundert Seiten lang.

Wunderbar, was man so alles im Gerümpel findet. Leider wurde das Buch nie gedruckt. - Wen wunderts. Ist aber lustig so sein Lebensmanuskript im Keller zu lagern.

Manchmal tut das richtig gut im alten Mist zu graben und Erinnerungen aufzufrischen. Jedefalls habe ich viel erlebt. Immer wenn ich und meine Frau kein Geld hatten versuchten wir mein Manu. an den Mann zu bringen. Vielleicht hätten wir das mal in einer guten Zeit tun sollen. Doch egal. Wir sind glücklich, wir haben viel erlebt. Wichtig ist das innere im Menschen - sein Herz - seine Güte und weniger sein Erfolg. Zufrieden muss er sein und man kann auch mit wenig Geld viel machen. Ich hatte ja damals viel Geld und habe mir schlussendlich nichts gekauft - ganz einfach weil ich keine Zeit für irgendwelche Sachen hatte sondern nur arbeitete. Dies ist aber wiederum eine andere Geschichte.
In meinem Leben gibt es viele Geschichten.

Danke für die paar Minuten - die Du mit lesen auf meinem Blog zugebracht hast.

Schlaft alle gut und gute Nacht!

Marcel

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