Freitag, 25. May 2012, 11:49:34 Uhr


Google Plus

TWITTER

Facebook

Geschichten die das Leben schrieb

Alle Spiele AMF

schwiizerland

MARATHON

SAILING VIDEO

Marcel Krebs

Snowboard-Channel 2011-12

KLUBNACHRICHTEN

10. Oktober 2008, 22:42

Günther und Karl sorgen beim Weltcup-Auftakt der Raceboarder für österreichischen Doppelsieg

Besser hätte der Einstand in den Winter für die österreichische Equipe nicht sein können: Im ersten Parallel Rennen des LG Snowboard FIS Weltcup 2009 konnten sich Doris Günther und Benjamin Karl gegen die Konkurrenz aus 22 Nationen erfolgreich durchsetzen. Die Salzburgerin verwies im Finale des Indoor-Parallel Slaloms in der SnowWorld Landgraaf ihre Landsfrau Heidi Neururer auf den zweiten Platz. Im kleinen Finale verhinderte die Gesamt Weltcup-Sieger des Vorjahres, Nicolien Sauerbreij (NED), in ihrer Heimat mit einem Vorsprung von 53 Hundertstel auf Claudia Riegler einen Dreifachtriumph Österreichs. Bei den Männern setzte sich der Gesamt Weltcup-Titelverteidiger Karl im Finale gegen Adam Smith (USA) durch. Im Rennen um Platz drei sicherte sich Patrick Bussler (GER) die erste Podiumsplatzierung seiner Weltcup-Karriere vor Rok Flander aus Slowenien.

Landgraaf (mk) Schon in den Zeitläufen der Qualifikation hatte die spätere Siegerin Doris Günther als Schnellste eindrucksvoll unterstrichen, dass heute ihr Tag sein könnte. Obwohl heute erst zum neunten Mal auf Schnee unterwegs, passte bei der 30-Jährigen aus Zell am See alles zusammen: 'Ich fühle mich super. Ich hatte einen schweren Sommer, in dem ich lange krank gewesen bin (Virusinfektion). Dadurch konnte ich nur wenig trainieren. Aber ich habe eine perfekte Materialabstimmung gehabt. Das hat geholfen.' Zudem machte die österreichische Meisterin im PSL einen weiteren wichtigen Grund aus: 'Ich bin lockerer, weil ich weiss, dass es Wichtigeres gibt als den Sport - nämlich meine Gesundheit.'

Dass es im 181 Weltcup-Start am Ende sogar zum fünften Sieg reichen würde, war für die zweimalige Olympiateilnehmerin mit dem eigenem Portrait auf dem Snowboard dann doch ein wenig unerwartet: 'Damit konnte ich nicht rechnen. Ich war zwar den ganzen Tag immer gut drauf. Aber der Sieg war dennoch sehr überraschend.'

Anders als bei den Frauen, bei denen die vier Zeitbesten der Qualifikation das Podium unter sich ausmachten, dominierte im K.o.-Finale der Männer vor allem ein Mann, der gerade noch in die Ausscheidungsläufe der Top-16 gerutscht war. Benjamin Karl hatte sich erst in einem Entscheidungsduell mit dem zeitgleich gelisteten Christopher Klug (USA) den letzten Startplatz gesichert. Danach stand für ihn allerdings die Paarung mit dem Top-Fahrer der Quali, Roland Fischnaller (ITA) an. Gegen den Italiener hatte er 'gestern im Training noch die beiden letzten Läufe bestritten. Jedes mal war ich knapp hinter ihm. Heute war ich im ersten Lauf noch nicht auf Rennmodus. Aber das habe ich im zweiten gutmachen können.'

Dieser Erfolg über Fischnaller war dann auch der entscheidende für den Österreicher auf dem Weg zum dritten Sieg seiner Weltcup-Karriere - ganze sechs Tage vor dessen 23. Geburtstag. 'Es hat mir Auftrieb gegeben, dass ich den eigentlich stärksten Mann hier habe schlagen können. Vor allem nachdem ich nach dem ersten Qualilauf ja schon gedacht hatte, dass ich draussen bin. Aber anscheinend kann ich jetzt auch in der Halle boarden', so der überglückliche Sieger.

Weiter Fakten:

Teilnehmer: 44 Frauen - 54 Männer aus 22 Nationen

Länge des Kurses: 260 Meter

Vertical Drop: 80 Meter

Anzahl der Tore: 22



Zusätzliche O-Töne:

Heidi Neururer, Österreich, Zweite, über ihren Sturz im Finale: 'Ich bin ein bisschen enttäuscht, denn der Sieg wäre drin gewesen. Das war auch mein Ziel. Ich hatte ein gutes Gefühl und weiss momentan gar nicht, was ich falsch gemacht habe. Es ging alles so schnell, dann bin ich gelegen.'

Adam Smith, USA, Zweiter, der neben dem Sieg bei der Landgraaf-Premiere 2003 und seinem dritten Platz von 2005 nun auch einen zweiten Platz in der Halle einfuhr: 'Ich weiss auch nicht, warum es hier läuft, Ich bin ein grosser Mann, mir liegen einfach die flachen Rennen. Ich hoffe, jetzt an diesen tollen Start in den nächsten Rennen anzuknüpfen.'

Patrick Bussler, Deutschland, Dritter, dem im 55 Weltcup-Rennen erstmals der Sprung aufs Treppchen glückte: 'Endlich hat es geklappt. Ich bin so froh. Ich war heute so nervös wie vor meinem ersten Rennen, weil ich auf einem neuen Brett unterwegs war. Heute Morgen habe ich noch gesagt, dass ich endlich einmal in die Top-3 will. Jetzt will ich weitere Rennen mit so guten Resultaten einfahren.'

Leserkommentare (0) »