Mittwoch, 8. February 2012, 06:16:51 Uhr














29. April 2010, 10:24

Zwischenhalt

Nun ist er da! Der Frühling. Im schönsten Kleid zeigt er uns all seine Schönheiten, seine Farben und auch seine Fassetten. Die Welt ist wieder in Ordnung, die Menschen lachen. Bis spät in die Abendstunden sitzen sie wieder auf ihren Balkonen, ihren Gartenplätzen oder spazieren durch die Gassen und Gässchen ihrer Stadt.

29.4.2010 Brüttisellen (mk) Wie schön ist das Leben, wie schön ist der Frühling und bald kommt ja noch der Sommer und der Herbst. Für mich sind das die allerschönsten Jahreszeiten auf Erden. Der Frühling stimmt mich so richtig ein - in eine Welt voll Sonnenschein und Frieden. Alles geht leichter und die Sorgen und Nöte werden klein. Ich freue mich jetzt schon, irgendwo in den Bergen zu laufen, meinen Tank der herrlichen Bergluft neu zu füllen und mit stärke in der Brust, hinunterzustechen ins Tal des Schaffens, des "Chrampfens" um fest und gross dazustehen - hey, ich bin da! Besser erholt als je zuvor, ja, ich bin in Form.

Da hätte ich aber noch etwas kitze kleines. Sie ist nach vielen, vielen Jahren zurückgekommen. Ich hätte es nie gedacht. Nie vermutet und auch nie geglaubt. Es sind jetzt über 25 Jahre her, wo ich sie hasste, sie verfluchte und stocksauer auf sie war. Ich hatte damals ein aufgedunsenes Gesicht, als sei gerade ein Trax darüber gefahren. War dass in dieser Zeit schrecklich. Und nun, schwups! ist alles wieder da. Damals nach meinem schweren Unfall mit dem Rennvelo, wurde ich bei der anschliessenden Heilung von Ihnen überrascht. Ich kannte sie bis da nur vom Hörensagen. Die Blütenpollen!! Und jetzt wieder. Es sind jetzt bereits wieder drei Tage vergangen und mein Kopf ist innerlich geschwollen wie eine aufgedunsene Quarke. Kopfweh wie Kopfweh nur sein kann, wenn es Kopfweh ist. Man kann kaum klar denken, kaum klar sehen. Entweder tränen die Augen oder es sticht ein fürchterlicher Schmerz. Ich nehme im Moment Tabletten als seien es "Hustenzeltli".

Ich habe mich auch schon gefragt, was bedeutet das für mich? Was will mir der Blütenpollenzauber sagen? - Die Antwort kam postwendend: Du bist überarbeitet, peng! So, so.
Doch im Stillen habe ich mich selber gefragt, stimmt das? - Ja, es stimmt. Diese Konsultation in mir, mit Hilfe meiner Meditation hat nun erstens die Artzkosten gespart und zweitens, mir einen gehörigen Schreck ab der Wahrheit eingejagt. Ich weiss, ich liess mich von den Höheflügen treiben, noch mehr, noch mehr und noch mehr wollte ich erreichen. Dabei habe ich vergessen, dass ich ja alleine bin, dass ich jeden Tag 16 Stunden schufte. Nachts nie vor 0100 zu Bett gehe, mindestens 20 Tassen Kaffee im Tag trinke etc. etc. Ich bin also ein Freak geworden - ein regelrechter Arbeitsfreak. Ein Abhängiger meiner eigenen Leistung. Ein Nimmersatter, ein immer mehr Wollender.

Dem ist jetzt ab Heute schluss. Schluss mit lustig. Ich werde geniessen. Die Ferien sind in Vorbereitung, der Süden ruft und im August, wird man mich drei Wochen nicht sehen, höchstens mal ab und zu im Blog zu hören bekommen.

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