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Marcel Krebs

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10. Juli 2010, 12:32

Sommerliche Ferienabenteuer

Wer denkt bei solchen Temperaturen nicht an Ferien? Wer schmiedet bei diesem sommerlichen El Dorado, dass uns der Wettergott liefert nicht heimlich am Schreibtisch seine bevorstehenden Sommerferienpläne? Und wer lebt nicht die letzten Wochen vor seinem persönlichen grossen Ereignis bereits in allergrösster Vorfreude mitten drinn im Schönsten Zeitabschnitt des Jahres? Ferien haben etwas Gutes an sich. Sie regenerieren unseren inneren Computer und versetzen uns für ein paar Wochen in eine Stimmung des Glücks und des Erlebens. Und wer schaut nicht schon Wochen im Voraus zum Fenster raus und träumt, träumt vom Strand, vom Meer und den kulinarischen Köstlichkeiten die ihn erwarten? Träumt mit seiner Familie für ein paar Wochen ganz alleine zusammen zu sein, zu geniessen, zu entspannen und mal anders zu sein, als das ganze Jahr über? Und genauso träume ich schon seit Wochen von den schönen Tagen am Meer oder dem Abstecher in ein paar Wochen vorher in die Südtiroler Berge.

Brüttisellen, 9.7.10 mk (mk) Die Musik dazu
Vielleicht geht es Ihnen gleich wie mir - eigentlich lebe ich viele Wochen im Voraus auf meine Ferien.
Dass beginnt schon bei der Planung. Frührer mit meinen Kindern, der ganzen Familie, jeder durfte was dazu beitragen, die Landkarten bestaunen. Ich mag mich noch genau erinnern, als wir alle zusammen, das Erstemal ans Meer fuhren. Damals waren die Kinder erst 8 und 9 Jahre alt.

Unsere Velotour begann in Genf, beim Bahnhof. Hier schnallten wir alle unsere Feriensachen aufs Fahrrad und begannen die abenteuerliche Tour nach Südfrankreich, in die Camargue, genau nach Saint Marie de la Mer - die Zigeunerstadt. Ich mag mich noch erinnern was wir alles auf der Fahrt erlebt haben. Mit unserem kleinen Zelt waren wir damals überall willkommen. In Valence bw. konnte man im Sommer auf dem Rasen des Fussballstadions inkl. Dusche etc. für 4 Francs sein Zelt aufschlagen. Heute ist es auch in Frankreich undenkbar, so eine günstige Reise zu unternehmen. Eine gewisse Grosszügigkeit, ein Verständnis für einfache Verhältnisse ist dem allgemeinen Grössenwahn mit Kreditkarte, Hotel und purem Luxus gewichen.

Wo ist das Glück von den vergangenen Jahren

Als wir letztes Jahr mit den "erwachsenen Kindern" wieder per Velo durch Frankreich unterwegs waren, haben wir keinen Zeltplatz mehr an der Streck gefunden, so wie Früher, so lässig, so locker und doch einzigartig schön. Dort wo so viele Veloabenteurer Halt machten. Solche Plätze gibt es nicht mehr. So bleibt einem nichts anderes übrig, als solche Touren genau zu planen, um nicht irgendwo in der Wildnis bei Schlangen und Skorpionen übernachten zu müssen.

Mich zieht es immer wieder in den Süden

Auch diese Sommerferien verbringe ich wieder im Süden Frankreichs. Die Camargue hat wieder gesiegt. Purer Luxus ist allerdings hier noch immer nicht zu haben. Da haben wenigstens die Politiker stand gehalten, diesen einmaligen Naturabschnitt, Natur bleiben zu lassen. Wir wünschen auch keinen grossen Luxus, wir werden wieder unser Zelt aufschlagen, kochen und feiern, baden und geniessen.

Inernet statt Fischerrute

Heute schaue ich allerdings ebenfalls ein bisschen anders in die Welt hinaus. Statt Fischerrute und Gummiboot, nehme ich meinen Laptop mit. Der Fotoapperat darf dabei auch nicht fehlen und, ich werde wieder meine Ölfarben hervorholen und malen. Malen ist ein Markenzeichen in unserer Familie. Gemalt wurde immer. Ob mit Kreide, Farbstifft oder Wasserfarben. Später kamen Ölfarben dazu. Meine Kinder speziallisierten sich zuerst auf das Wändebemalen unseres Hauses und dann aber vermehrt auf's Bleistifftzeichnen. So werden diese Ferien auch wieder eine grosse Portion Zeichenstunden beinhalten. Im Gegensatz zu meinen Kindern, bin ich ein chaotischer Maler. Für mich ist malen Entspannung, sozusagen austoben. Manchmal muss ich einfach Farbe auf die Leinwand drücken. Manchmal weiss ich genausowenig wie die Menschen die mich fragen, was dass werden soll, was es wird.

3 Bilder von der Camargue

Ich habe mir allerdings vorgenommen viel zu malen. Irgendwie muss ich herunterkommen von meinem Stress, von meinem ruhelosen Wandern durch das Tal des Wandels, des Tal's des Seins. Im Herbst soll ein neuer Anfang sein mit allem. Vieles wurde bereits in die Wege geleitet. Sechzehnstunden Tage möchte ich nur noch in der Vergangenheit wissen. Vermissen tu ich sie schon heute nicht mehr. Malen soll mir neue Freude bringen. Dabei stört es mich überhaupt nicht, wenn die Bilder nur mir gefallen. Fantasie hat Vorrang.

Vorrerst geht es in's Südtirol

Menschen die mich besonders mögen, haben mich und Andrea in's Südtirol eingeladen. Auch wenn die Ferientage mit Arbeit verbunden sind, werden diese Tage ein unvergessenes Erlebnis werden. Wir werden mit den besten Marathonläufern der Welt, eine tolle Zeit verbringen, Golf spielen, Relaxen und wunderbar Essen. Auf diese Tage freuen wir uns besonders. Für Andrea werden es die einzigen Sommerferien sein, sie konnte keine weiteren im Sommer bekommen. So holen wir das zusammen im Herbst im Süden nach.

Nur noch eine Woche

In einer Woche fahren wir also ins Tirol. Wir werden nicht die Autobahn nehmen, sonder früh Morgens auf der herkömmlichen Route über Klosters - Davos - den Fluelapass, den Ofenpass über's Meran hinunter nach Bozen und rauf nach Kastelruth bis auf die Seiseralm, alles auf Nebenstrecken fahren. Ich freue mich jetzt schon auf diese wunderschöne Fahrt.

Flaschenpost

Über die Sommerferien, werde ich wieder meinen Blog mit lustigen Geschichten von überall her und mit tollen Fotos beglücken. Ich freue mich riesig darauf. Auch Ihnen schöne Ferien!

Marcel

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