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26. August 2010, 11:50
Der FC St.Gallen ist Pleite!
Kanton, Stadt und Banken schreiben viel Geld ab
Der FC St.Gallen steht in der aktuellen Rangliste der Super League an letzter Stelle. Ebenso verspekulierten sich die St.Galler mit ihren Finanzen. Grössenwahnsinn mit dem Stadion, Missmanagement und desolate Zustände in der Clubleitung führten schlussendlich zum Kollaps. Nun steht St.Gallen vor einem Scherbenhaufen in nicht vorstellbarer Grösse.
Brüttisellen, 26.8.10 mk (mk) Nun soll der Staat helfen! Dass ein solches Desaster überhaupt zu stande kommen kann ist schlicht nicht nachvollziehbar. Dass man mit solchen Fussballdesastern, die in immer krasserer Weise vorkommen mit Samthandschuhen vorgeht, löst in den St.Gallen Bevölkerungskreisen grosses Unverständnis aus. Lieber sähe man den Pleitegeier in der AFG Arena landen, dann hätte alles mal ein Ende. Jahr für Jahr wiederholt sich die Finanzkrise in St. Gallen von Neuem. Doch der Pleitegeier kann kommen so viel er will, die Regierung gibt ihm zu fressen.
Stadt St.Gallen ist nicht auf Rosen gebettet
Dass ausgerechnet die angeschlagene Ostschweizer Metropole für die fahrlässige Finanzkrise herhalten muss, stösst überall übel auf. Gegessen ist aber nocht nichts. Zuerst muss das Ganze noch gutgeheissen werden und es sträubt sich jetzt schon grosser Widerstand im St.Galler Stadtparlament und nicht zuletzt auch beim Souverän - dem Volk.
Stadt und Kanton, sollen nun zusammen mit den Banken und privaten Investoren wieder einmal den Pleitegeier vor der Landung in der krisengeschüttelten AFG Arena abhalten.
Willi Haag der Regierungspräsident informiert
Heute morgen hat nun der Regierungspräsident des Kantons St.Gallen Willi Haag informiert. Es soll saniert werden!! Kanton und Stadt sollen über 6 Millionen zuschiessen. Ein Bankenkonsortium weiter 5,23 Millionen und private Investoren zusammen 5 Millionen Franken. Dies sind zusammengezählt über 16 Millionen Schweizer Franken.
Der Staat soll also gegen 40% der Desasters tragen
Der Vorschlag gleicht einer sondergleichen Frechheit. Andere Sportarten kämpfen ums ehrliche Ueberleben, die Fussballgötter könnnen, auch wenn sie am Tabellenende stehen, nur die Hand aufmachen und der Geldregen fliesst.
Man will unbedingt einen Zusammenbruch verhindern, weil den Banken so Millionen verloren gehen. Der Entscheid stösst auf grosses Unverständnis im Volk. Unfähigkeit sollte bestraft und nicht noch gesponsert werden. Wann begreifen dies endlich die Politiker? Und um es genau zu sagen, wird es genau ein Jahr dauern und das Ganze Desaster beginnt von Neuem! Das vorgeschlagene Geld ist nämlich nur ein Tropfen auf den heissen Stein. Im Hintergrund sind bereits Pläne geschmieden worden um in der nächsten Transferperiode Verstärkung für Millionen zu engagieren um dem drohenden Abstieg zu entrinnen. Was die St.Galler Regierung da vorhat ist etwa gleichzusetzen mit der Leistung ihrer Kicker, beide lieben und fördern ein desolates Nichtstun und ein sportliches und finanzielles Versagen.
Marcel Krebs
für Sport-heute.ch
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