Mittwoch, 8. February 2012, 06:23:48 Uhr














09. September 2010, 23:04

In den Bergen

Irgendwo stehe ich hoch oben in den Bergen, den Bergen, die mir so viel bedeuten - den Bergen die Grösse, Halt und Grosszügigkeit auf uns alle hinunterstrahlen. Den steilen Felswänden, das Grau, das Funkeln als wären es Diamanten im Schnee und manchmal denke ich, wie schön muss es sein in der Stille dieser Welt zu leben oder wenigstens ein paar Stunden dort weit oben zu sein.

Brüttisellen, 10.9.10 Red. (mk) Ihnen ist es sicher auch schon so ergangen. Da steht man alleine, weit draussen mitten in der Schönheit der Natur und es kommt über einem - einfach so - Erinnerungen, Fantasien oder der Gedanke an die Lieben, die nicht da sind. Ich könnte so stundenlang stehen, mit dem Wind der ganz zart durch die Alpen streift, den Blick auf die Felswände gerichtet oder die Augen weit offen um die prächtigen Alpwiesen zu geniessen. Manchmal ist es auch wunderschön einfach so dazusitzen und mit geschlossenen Augen, dafür mit offenen Ohren fest in die Natur zu lauschen. Was hört man da nicht alles. Geräusche kommen da auf, die man niemals ohne stilles Dasein hören würde. Es tut ganz einfach gut. Oder an den wunderschönen Alpblumen zu riechen, ihren Duft tief einzuatmen und dann wieder ganz langsam auszuatmen.

Ich stelle mich meistens einfach hin breite meine Arme aus - stehe einfach da - meine Augen
nehmen ganz langsam alles wahr - die wunderschöne Szenerie hier oben in einsamer Abgeschiedenheit - ich schliesse meine Augen und höre in die Natur hinein - ich höre die Murmeltiere rufen - höre den Wind pfeifen - die Bergvögel die hier oben ihre Kreise ziehen - ich spüre meinen Atem, spüre aber auch den Wind - ich spüre zum Erstenmal wieder meinen Körper - ich fühl in mich hinein und merke, hier habe ich wieder einmal Monatelang alles versäumt. Der Stress der Arbeit - die Hektik in der Stadt, einfach so - hier kann ich loslassen. Ich rieche förmlich die Alpwiesen, den Duft der Bergwelt und atme die Luft hier oben gierig ein, als müsste ich gleich schon in den nächsten Minuten wieder gehen. Darum bedeuten für mich die Berge alles. Hier oben kann ich träumen und neue Brücken und Schlösser bauen, manchmal auch nur in Gedanken. Aber dass ist ungemein schön.

Wie schön war es vor zwei Jahren, als ich auf fast 3000 Meter sass, der Wind mir fest um die Ohren pfiff und ich genüsslich meinen Znüni ass. Larry selbstverständlich machte da heftig mit. Überhaupt, wenn ich in die Berge gehe und Hundchen mit darf, da wird sein Blick hellwach. Und obwohl er schon im Tal ein Firlepuz ist, wird er hier oben ganz wild vor Freude. Ein Berghundeli. Passt eben genau zu mir. Und so benütze ich jede freie Minute um dort oben zu sein, zu leben und eben zu träumen.

ZUM TRÄUMEN

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