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Laryssa Lenz

13. September 2010, 23:26

Der Berg - Mein Traum - Die Wirklichkeit

Manchmal hat man ganz einfach einen Traum. Man wundert sich dann am Morgen bei erwachen, dass eben alles nur ein schöner Traum war, dabei war die Traumgeschichte unglaublich schön und für ein paar Stunden Wirklichkeit. Träumen kann man auch tagsüber. Am besten tut man dies nicht beim Autofahren, Töfffahren oder auf dem Velo. Zu Fuss ist es auch nur auf einsamen Feldwegen zu empfehlen, wenn man nicht irgendwann auf einer Motorhaube landen will. So einen herrlichen wunderschönen Traum, träumte ich am vergangenen Samstag in der Jungfrau Region unterhalb einer einmaligen Bergkulisse - in einer Landschaft die jedes Herz höher schlagen lässt. Ich habe mir an diesem Tag im Zauberlicht der Sonne drei Wünsche aufgeschrieben und dann in die traumhafte Bergwelt entlassen. Solche Tage sind selten, doch im Herz bleiben sie Jahre und wärmen die tiefen Gefühle der Sehnsucht.

Brüttisellen, 13.9.10 mk (mk) Den Weg von Wengen Richtung kleine Scheidegg, kann man auf
verschiedene Arten bewältigen. Man nimmt ganz einfach den Zug, ist dann allerdings ein bisschen weg von den herrlichen Alpwiesen und der tollen Natur. Die Bahnfahrt ist aber dennoch wunderbar. Man mietet ein Bike und strampelt hoch - herrlich, wenn man Fit ist! Dann gibts ja auch noch die Möglichkeit per Pedes die ca. 6km zurückzulegen. Und in Ausnahmefällen hats vielleicht einen Töff an der Strecke, mit dem sich ganz gemütlich hochfahren lässt.

So hotterte ich verkehrt auf dem Sitz den Berg rauf. Klick, klack und ein Föteli, dann zwei und noch viel, viel mehr. Bei Kilometer 36 gibt es eine Doppelkehre und dort ist einer der ganz einmaligen Aussichtspunkte auf Eiger, Mönch und Jungfrau. Eine geschlagene Stunde, vielleicht auch ein bisschen mehr bin ich dort oben gewesen, habe Fotos gemacht und immer wieder die wunderschönen Berge angeschaut. Ein Paradies. Aufgesogen habe ich es in mir. Ja, vollgesogen!! Ich setzte mich ins noch feuchte Gras und träumte in der warmen Sonne mit Blick auf die herrlichen Berge. So ein Erlebnis ist einmalig und ganz einfach umwerfend und toll. Den ganzen Winter werde ich davon träumen, träumen von diesem Platz am wunderbarsten Flecken der Erde.

Die Läufer des Jungfrau Marathons haben sicher gedacht - der spinnt. Sitzt da mit der Kamera in der Hand, hat die Augen geschlossen und träumt vor sich hin. War aber nur ab und zu. Doch wie in Trance habe ich mir drei Wünsche die ich in mir trage hinauf in die Berge geschickt - mögen sie von den Geistern des Eiger, Mönch und Jungfrau empfangen worden sein. Ein solcher Tag erfüllt dem Herz ganz einfach etwas, was man mit Geld nicht bezahlen kann. Und dass ist doch schön. Eigentlich könnte so was jeder haben, doch die Maschinerie unseres täglichen Lebens, lässt es uns überhaupt nicht mehr zu - offen an einem wunderschönen Samstag für sich zu träumen und den Menschen die man besonders mag etwas zu schenken. Vielleicht nur in Gedanken.

Für mich hat dieser Tag wieder mein Herz für Neues geöffnet. Unglaubliches, unerwartetes und unvergleichliches. Wenn ich Gott dafür danke, muss ich nicht unbedingt ein Kirchgänger sein, doch wer sonst, könnte solches schaffen, dass man mit eigenen Augen hier oben sieht? Dass mir mein Beruf fast jedes Wochenende solches schenkt ist schön und dafür arbeite ich auch gerne jeden Tag und manchmal jede Nacht.

Der Traum und die Wirklichkeit liegen so nah zusammen. Der eigene Traum vom Glück entpuppt sich morgens als nichts - der Traum den Gott geschaffen hat ist Wirklichkeit - wahnsinnige Schönheit und gibt Wärme im Herzen der Unendlichkeit.

Wer vor solchen Bergen steht, der muss manchmal weinen oder hat Tränen in den Augen. Wie schön kann die Welt sein - in Frieden - in Abgeschiedenheit und im vollen Glück? Wer einmal im Leben ein solches Gefühl erleben will, soll nicht mehr länger warten. Geh hin und schaue - geh hin und Träume und geniess Dein Glück der Erfüllung.

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