Mittwoch, 22. February 2012, 23:42:43 Uhr


Google Plus

TWITTER

Facebook

SAILING VIDEO

Marcel Krebs

Snowboard-Channel 2011-12

Wandern mit Marcel und Larry

Horse Racing

Pro Fit

Laryssa Lenz

23. Oktober 2010, 00:48

Ich fliege!

Haben Sie das auch schon erlebt? Sie müssen sich mit aller Kraft am Tisch halten, sonst würden Sie glatt abheben. Die Ideen sprudeln nur so aufs Papier oder Sie könnten mit reden gleich einen ganzen Saal nach Neuem suchenden Festbesucher abspeisen. Ein so irres Gefühl der Leichtigkeit und der Unternehmungslust ist ganz einfach e i n m a l i g!!!!!

Brüttiselllen, 22.10.10 mk (mk) Machen Sie immer noch aus einer kleinen Mücke einen schweren, riesengrossen Elephanten? Denken Sie immer noch; Oh! Mein Leben ist schwer? Denken Sie wirklich immer noch so negativ? Und unter uns gesagt, ein schlechter Tag ist nicht das ganze Leben!

Ich muss Ihnen aber ehrlich gestehen, positive Eigenschaften kann man nicht einfach so herholen. Die muss man hervorholen, hervorholen? Ja! Genau wie ich, haben auch Sie tonnenweise positive Eigenschaften. Leider auch Negative! Aber die, die lassen wir ruhig bleiben.

Die letzten Tage waren ganz einfach wunderbar. Meine Frau und ich durften sich wieder einmal vom Bettelstab zum Luxus bewegen. In ein feines wunderschönes, nostalgisches Hotel wurden wir eingeladen. Sogar Hundchen durfte da mit. Ein riesengrosses Zimmer mit einem Erker hoch oben am Haus. Und unten konnten wir im Pool planschen und im Mineralbad herrlich entspannen. So sollte es eigentlich immer sein. Und die Traumreise ging weiter. Am Mittwoch waren wir bei lieben, lieben Freunden eingeladen. Ein so wunderbares Mittagessen in einem Gourmetrestaurant mit vielen Gängen. Das sind für uns Highlights. Für viele sicher nicht. Doch an solchen Geschenken der Dankbarkeit bin ich glücklich, glücklich dass es Menschen gibt - die an einem denken und einem so beschenken.

Für mich ist das Leben ein Geschenk des Himmels. Und vielmals kommt der Traum des Weges wohin mein Freund, wie eine Erleuchtung. Und doch werd ich immer wieder aus der Bahn geworfen. Manchmal diskutiere ich mit Freunden, mit tollen ehrlichen Menschen. Und wenn ich frage, wirst Du mit tausend Ideen und tausend Fragen beworfen. Zuerst blühst Du auf, du strahlst bist ganz aus dem Häuschen. Dann die Ernüchterung. Ist es realisierbar? Ist es möglich? Und in all den vielen Jahren meines Dasein habe ich immer wieder den grossen Fehler des Aufhörens, des wieder Neuanfangs gemacht. Habe nie durchgehalten. Vielleicht habe ich durch das viel, viel erlebt - aber auch viel, viel verloren. War ja auch schön. Und so sind wieder viele, viele kleine Teufelchen durch mein Herzen gerannt. Gerade jetzt spüre ich sie. Ist doch viel zu streng, verdienst ja nichts, was willst du??? Doch diesmal nicht! Nein nicht!

"Meine Verrücktheit ist die Liebe zur Menschheit" schrieb 1919 zu Beginn seiner schizophrenen Erkrankung der geniale Tänzer Waslaw Nijinskij, für den Strawinsky eigens Ballette komponierte, in sein Tagebuch, nach dessen Abschluss er vollends in geistige Umnachtung versank. - So erzählt es Peter Schellenbaum der grosse Philosoph in seinem einzigartigen Buch "Im Einverständnis mit dem Wunderbaren".

Sind wir nicht alle Verrückt? Unser Leben spielt uns viele Streiche. Selber schuld! Heisst es dann immer wieder. Doch dem ist nicht unbedingt so. Wir werden im Beruf, ja selbst in der Freizeit hin un her gerissen und wissen am Ende selbst nicht mehr was wir tun sollen. Oder denken Sie nur an das hin und her bei der Arbeit. Gerade in der heutigen Zeit, der Zeit des grossen Umbruches läuft so einiges schief. Was noch vor ein paar wenigen Jahren grosse Gültigkeit hatte, wird über Bord geworfen. Ein Lappsus - Bagatellen. Respekt und Ordnung sind verschwunden - Drohung und Respektlosigkeit sind an ihre Stelle getreten. Sind wir desswegen verrückt? Sind desswegen die anderen verrückt? Sie sehen solche Entscheidungen sind nicht immer einfach. Und manchmal denke ich an meine jungen Jahren zurück, wieso konnte ich damals genauso lachen wie mein jüngster
Sohn, der im letzten Jahr seines Studiums ist. "Vater sagt er: Nimm es einfach wie es ist, mach Deine Sache und lass die machen. Du wirst nichts ändern können!" Seine Kaltblütigkeit läuft mir manchmal wie kaltes Eiswasser den Rücken runter. War ich früher auch so, so zu meinem Vater? Noch viel schlimmer, mag sich meine Frau erinnern, die schon in jungen Jahren bei mir war. Aha, sag ich dann leise. Und wieder denke ich, sind wir nicht alle verrückt?

Mit einem Zitat von Tennessee Williams möchte ich für heute schliessen, bin müde und erschöpft.

Die Berührung einer anderen Hand kann
Teufel aus unserem Herzen vertreiben.

Ein wunderschönes Lied einer ganz wunderbaren Band
Und noch eines

Leserkommentare (0) »

Bild Marcel Krebs