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07. Dezember 2010, 14:03
Wir sind alles Marionetten - Das Gute ist gestorben
....oder der Tag nach Wikileaks
Ich weiss nicht, haben Sie auch mal kurz die Seite von Wikileaks aufgeschaltet und gelesen, was unsere Politiker für Schweinereien fabrizieren? Da stehen der Sau ja die Haare zu Berge. Ist dies die Welt, die wir eigentlich wollten' Ist dass der Dank für unser Glauben an die Mächtigen? Haben Sie gelesen, was wir in den Augen dieser Menschen sind? Immer wieder neue Enthüllungen machen mich und Millionen nicht nur Stocksauer sondern auch traurig. Ist das Gute gestorben? Sind wir Gefangene unseres eigenen Staates, Gefangene einer unrealen Welt, wie sie sonst nur in den schrägsten Computergames vorkommt? Was nun und wohin des Weges Römer, hat Asterix einst in seinem berühmten Spruch gesagt. Ja! Wohin des Weges Mensch? Wohin, wohin - wohin.....
Brüttisellen, 7.12.10 mk (mk) Natürlich, wenn Du genug Geld hast - zu den reichen Menschen gehörst - natürlich die mit Kohle, Dich in der Politik tätig bist oder Dich in sogenannten höheren Kreisen bewegst, wird Dir das egal sein. Die Hilferufe der Menschen, die gerade durch einen wie Julian Assange schon lange gehört werden, werden immer stärker, die Wut der Menschen immer grösser, diesen Schmarotzern und gierigen Werwölfen das Bein zu stellen. Irgendwann, werden die Staaten nicht mal mehr die eigene Bevölkerung vertrösten können. Die ganze Wahrheit ihrer Lügengebilde, wird auf den Tisch kommen. Wenige der Gutsituirten interressiert dies nun aber wirklich. Hauptsache der (ihr) Rubel rollt und die Köpfe fallen. Unter dem Motto, nach mir die Sintflut streben sie nach immer Höherem, nach immer mehr Unrealistischem. Sie wollen Macht. Ihre Gier nach Macht ist mittlerweile so gross, dass man Kollegen anschwärzt, verpetzt oder mit anderen über sie herzieht. Dass ist leider der heutige Status Quo unserer Gesellschaft.
Der Weihnachtsmann soll's richten
Man hat aber noch die Unverfrorenheit zu sagen, solche Veröffentlichungen, wie sie im Moment bw. auf Wikileaks passieren seien Schweinereien. Ist ja auch im gewissen Masse verständlich, wer will schon gerne hören, dass er letzten Monat über seinen Freund die wüsstesten Ausdrücke und über die beschämensten Sachenen berichtet hat? Wer will schon anderen offen und ehrlich zeigen, "Ich bin ein Schweinehund"? Diesen Mut haben diese Leute nicht. Sie gehen über Leichen und fertigen gleichzeitig in ihren Fabriken die dazu nötigen Särge an. So sammeln und beten die Politiker mit ihren Schäflein auf gute Weihnachtszeit, singen Kirchenlieder oder ähnliches Gut. Es lohnt sich! - beim Volk gesehen zu werden, dass ist doch schon viel wert. Auch wenn es anstrengend ist, die langweiligen Traditionen der allgemeinen niedrigen Menschenrasse zu beklatschen - doch schliesslich müssen Sie ja auch etwas haben, das Volk der Arbeiter, der Armen und der Hungrigen. Wir Allmächtigen sind grosszügig.
Reden ist schon die halbe Hilfe
Reden ist ja schon die halbe Hilfe. Spenden sollen die, die sowieso schon nichts haben und das Geld von unseren Regierungen wird erst nach genauer Studie ausbezahlt, ja, wenn wir Glück haben braucht es dann niemand mehr und wir können es weiter versprechen. Versprochene Hilfe scheitert am verzweifelten Ringen in der inneren Politik am inneren Schweinehund, den die allermeisten Politiker nicht überwinden können. Und gut, haben wir wieder Weihnachten, da sind die Ärmsten wenigstens versorgt. Sie können mit der Geschichte leben, die wir als Politiker selbst nicht mehr glauben. Klar, das Christkind haben wir abgeschafft, wir fördern überall den Weihnachtsmann, diese Figur ist neutral und kann unser Willen ganz gut durchsetzen. Und, wir zeigen uns im göttlichen Licht der heilen Welt.
Wie sieht es in unserer eigenen Gemeinde aus?
Die Welt spielt verrückt, aber nur weil gierige Politiker über uns Menschenvolk hinwegsehen. Dabei reden wir im Moment nur von den ganz hohen Tieren. Diplomaten, Regierungschefs etc. Haben Sie sich auch schon überlegt, wie es vor unserer Haustüre, in unserer so gelobten Gemeindegemeinsamkeit aussieht? Mit ziemlicher Sicherheit nicht besser. Wenn die Kleinidyllenpolitiker keine grossen Stricke zerreisen, gehen auch sie über Leichen um auf die Liste oder zum angestrebten Ziel zu kommen. Das Gewerbe unserer Politikergilde ist mittlerweile so in Verruf geraten, dass es auf den Negativseiten der Zeitungen mehr Platz einnimmt als Verkehrsunfälle und Verbrechen. Dass will doch was heissen, oder?
Ich jedenfalls habe seit einiger Zeit bei der Begegnung mit Gemeindepolitikern ein ungutes Gefühl. Wieso? Die wollen genau die gleiche Karriere machen wie die Meisten, die auf Wikleaks traurige Bekanntheit erlangt haben - ihren grossen Vorbildern. Und wenn ich die Frage stelle:"Sind Sie sicher, dass Sie nicht in irgendeinem Mail bei Ihrer Gemeinde auf die omniöse Liste gekommen sind, nur weil Sie ein bisschen anders ticken als die Anderen?"
Politiker sind selbstverständlich gläubig, geben sich weltoffen, helfen angeblich den Armen und sorgen im gleichen Zug schon hundert Jahre dafür, dass die Schwelle zu den Drittländern immer grösser wird. An der Politik angeschlossen kommt ja gleich der Sport - leider - und da hat man letzten Donnerstag bei der Vergabe der Fussball Weltmeisterschaften gesehen, wie der Hase läuft. Der mächtige Verband stand ja schon vor der Wahl wochenlang in den Medien. Korruption kennen wir nicht erst sei heute, im Fussball sind die mafiösen Eigenschaften schon lange intus. Und wenn dann mal wieder einer an den Pranger gestellt werden muss, ist dies für den betreffenden auch nicht weiter schlimm. Jahrelanges hinziehen von Gerichtsentscheiden und Gerichtsurteilen, bis niemand mehr darauf Lust hat weiter zu klagen und Millionenschwere Abfindungen durch den allmächtien Verband, lassen solche Greueltaten im Nichts verschwinden.
Hasse ich Politiker?
Politiker haben das seltsame Flair, Bagatellen zu Elephanten zu machen. Dies haben Sie sicher schon in Ihrer eigenen Gemeinde gespürt und gesehen. So sind gut vertreten bei den Gerichten, die ja auch durch unsere Politiker zusammengestellt werden (Wahllisten) mehrheitlich spiessige Richter am Werk, die einem Velokurier eher Gefängnis für seine wilde Fahrt verschreiben, als einem Politiker der seine Gemeinde und damit seine Gemeindemitglieder in den Bankrott treibt. So sind nun halt mal die Tatsachen, werden Sie vielleicht sagen - doch ich persönlich schätze Sie als Grösse ein und bin überzeugt, dass auch bereits in Ihrem inneren das Menue der Gerechtigkeit, der Ungleichheit und des Mutes zum kochen kommt. Und Erfolg ist schon, wenn Sie darüber nachdenken und vielleicht beim nächsten Mal gut überlegen, welche Stimme Sie wem geben oder gar ganz der Stimme enthalten werden.
Traurig stimmt mich, dass in dieser herzlichen Weihnachtszeit, Menschen die anderen helfen könnten, bemüht sind ihre eigenen Millionen ins trockene zu bringen. Hilfe am Nächsten ist das höchst Gut. Mit Hilfe ist aber die Hilfe gemeint, die man sich leisten könnte und nicht nur das Versprechen, dass zum Schluss nicht eingehalten wird. Eines haben die da oben nämlich vergessen; wenn sie uns nicht haben, läuft gar nichts. Und eines wünsche ich mir, dass eben die Politiker die so von ihrer Fairness und Gerechtigkeit und von ihrer Grosszügigkeit und edlem Wirken reden, Fairness und Gerechtigkeit auch einsetzen und nicht nur versprechen - diese Grosszügigkeit auch umsetzen damit ihr edles Wirken auch Bestand hat. Der Glaube an die Macht der Magistraten wird sowieso nur schwer zurückkommen. Genügend Beispiele aus den USA aus dem fernen Osten und überall auf der Welt beweisen uns tagtäglich das Gegenteil.
Marcel
Texte in diesem Blog sind Meinungen des Verfassers.
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