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Marcel Krebs

Snowboard-Channel 2011-12

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26. Oktober 2008, 02:16

Peetu Piiroinen entscheidet den Big Air-Saisonauftakt in London für sich - 10.000 Zuschauer bei erstem Weltcup-Wettbewerb in England

Schon nach dem ersten Big Air des LG Snowboard FIS Weltcup 2009 bahnt sich eine Fortsetzung des Zweikampfes um den Weltcup-Titel an, der schon die vergangenen Winter bestimmt hat: In einem packenden Finale vor der Battersea Power Station in London setzte sich mit Peetu Piiroinen (FIN, 51.9 Punkte) der Weltcup-Sieger von 2007 vor dem Titelverteidiger aus Österreich, Stefan Gimpl (50.4), durch. Das Podium des ersten Snowboard Weltcups in England überhaupt, der auch dank des herausragenden Starterfeldes 10.000 Zuschauer auf das Eventgelände gelockt hatte, rundete Benedikt Nadig (45.4) als Dritter ab. Der Schweizer hatte den Norweger Roger Kleivdal mit nur einem Zehntel Vorsprung knapp in Schacht halten können.

Brüttisellen (mk) Zwar hatte Piiroinen sowie die gesamte finnische Armada mit Top-Ridern wie Risto Mattila und Markku Koski, die aber beide die Finals ebenso wie der Olympia-Zweite Danny Kass (USA) verpassten, schon vor dem Event in der Kapitale Englands zu den Favoriten gezählt. Doch nach dem Finale blieb der 20-jährige Sieger gewohnt bescheiden: 'Es lief ziemlich gut. Aber eigentlich hatte ich das nicht erwartet, denn ich bin anfangs mit dem kleinen Kicker nicht zurechtgekommen und war viel zu langsam im Inrun. Ich konnte meine Tricks nicht wirklich umsetzen, aber am Schluss lief es besser.'

Die Aussage grenzte schon an das absolute Understatement, zieht man die Tricks in Betracht, die Piiroinen auf dem Weg zu seinem fünften Weltcup-Sieg, dem vierten im Big Air, in den Schnee stellte. Den Auftakt im
Finale machte ein makelloser 'Cab 1080', gefolgt von einem 'Backside 900 Rodeo', der allerdings nicht in die Wertung einging. Den Sieg sicherte der Finne mit einem 'Cab 900' im letzten Durchgang, nachdem auch der nach zwei Runs in Führung liegende Belgier Christophe Reynders nur mehr mit seiner Sicherheitsvariante 'Frontside 540' kontern konnte und auf den siebten Rang abstürzte.

So war dann der zweitplatzierte Stefan Gimpl voll des Lobes für seinen Kontrahenten: 'Peetu war heute unschlagbar. Auch im Training war er schon der Beste. Deswegen hat er es verdient zu gewinnen.' Mit seiner eigenen Leistung war der Weltcup-Titelverteidiger allerdings - trotz der zehnten Podiumsplatzierung seiner Weltcup-Karriere - nicht zufrieden: 'Ich hatte heute kein gutes Gefühl für den Absprung. Am Ende hat mein letzter Sprung ('Frontside 900') noch einmal alles rausgerissen. Deswegen kann ich eigentlich nicht zufrieden sein.' Umso besser war dann aber die Veranstaltung an sich. 'Das war geil heute. Die Location ist absolut lässig. Und die Zuschauer sind auch voll mit gegangen. Man hat gemerkt, dass die sich auskennen', so Gimpl.

Scotty Lago sicherte sich Best Trick-Wertung

Zwar waren Piiroinen und Gimpl einmal mehr die dominierenden Snowboarder des Abends. Doch es war der junge US-Amerikaner Scotty Lago, der den besten Trick mit seinem phänomenalen 'Double Backflip late Backside 180' zeigte.

Weiter Fakten:

Teilnehmer: 71 Männer aus 17 Nationen

Höhe der Rampe: 35 Meter

Länge der Rampe: 100 Meter

Breite der Rampe: 26,50 Meter

Länge Inrun: 31 Meter

Gewicht: 300 Tonnen

Genutzte Menge Schnee: 500 Tonnen

Shaper: Albert Zehetner, Österreich



Zusätzliche O-Töne:

Benedikt Nadig, Schweiz, Dritter: 'Ich freue mich sehr über mein zweites Podiumergebnis nach Graz. Ich hätte bei dem starken Fahrerfeld nie erwartet, überhaupt ins Finale zu kommen. Als ich es dann war, habe ich mir vielleicht einen sechsten oder siebten Platz ausgerechnet. Ich war ja noch im Surfmodus drin. Doch dann hat es gut geklappt.'

Christophe Reynders, Belgien, Siebter über die vergebene Siegchance: 'Ich bin eigentlich nur enttäuscht, weil ich es besser kann, nicht wegen der Platzierung. In so einem starken Starterfeld so weit vorne zu landen, es in die Finals zu schaffen, ist der Hammer.'

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