Mittwoch, 22. February 2012, 23:48:34 Uhr


Google Plus

TWITTER

Facebook

SAILING VIDEO

Marcel Krebs

Snowboard-Channel 2011-12

Wandern mit Marcel und Larry

Horse Racing

Pro Fit

Laryssa Lenz

16. Dezember 2010, 16:31

Auf dünnem Eis

Lieben Sie Statistiken? Lieben Sie das statistische Wetter, die Vorhersagen und die Konjunktur? Hören Sie auf Wahrsagerinnen oder Wahrsager, auf Mike Shiva oder die Wetterschmöcker vom Muotatal? Glauben Sie an Horoskope, an die Macht der Sterne oder die richtigen Lottozahlen? Wenn Sie nämlich bei einem der genannten ja sagen, dann werden sie mehrmals jährlich unnötig aufs Kreuz gelegt und hinter das Licht geführt. Sie werden jetzt sagen:"Genau, dass ist einer der Statistiken verabscheut, dabei sind sie sowas von Gutem. Mit ihnen lässt sich manch Geschäftsabschluss powern und die noch so schlechte Vergangenheit zum Guten bewegen. Die Realtität wie es wirklich ist, die, wird dabei völlig (absichtlich?) ausser Acht gelassen. Nach berechneter Statistik müssten jetzt diesen Artikel genau 15678 Menschen lesen, soviel Besucher lesen meinen Blog in den News im Monat. Wetten, dass ende Monat eine andere Zahl rauskommt? Trotzdem, Statistiker sind feine Leute, meistens in fein geschneiderten Anzügen und ihre Gilde beschäftigt auch in der Schweiz einige tausend Beschäftigte. Gemäss Statistik.

Brüttisellen, 15.12.10 mk (mk) Statistiker bezeichnen sich bekanntlich als sehr genaue Menschen. Schaut man im Wikipedia nach, was Statistik bedeutet erhält man folgende Antwort: Statistik ist die Lehre von Methoden zum Umgang mit quantitativen Informationen (Daten). Sie ist eine Möglichkeit, eine systematische Verbindung zwischen Erfahrung (Empirie) und Theorie herzustellen.[1] Sie ist damit unter anderem die Zusammenfassung bestimmter Methoden, um empirische Daten zu analysieren.

Und genau der letzte Satz, ist der wo sich die Gemüter scheiden und die Menschen sich in die Haare krigen. Sie ist damit unter anderem die Zusammenfassung b e s t i m m t e r Methoden, um empirische Daten zu analysieren. Diese Methoden sind aber keineswegs gegeben, sie werden von allen Statistikern willkürlich zusammengetragen. Welche Daten, welche bw. Menschen, Geschäftszweige, Daten etc. genommen werden, ist jedem Statistiker selber überlassen oder wird dementsprechend berücksichtigt, wie der Auftraggeber es will. Würden wir alle nämlich die Statistik so betreiben wie sie sich eigentlich zeigen sollte. Tatsache ist aber, dass jede Statistik so entsteht, wie wir sie gerne sehen. Mit den gleichen Angaben wie die Statistiker haben, wird Mike Shiva kein schlechteres Resultat liefern obwohl er wahrscheinlich von Statistik in ihrem Sinne nicht viel versteht. Statistiker bewegen sich ähnlich des Früchte-oder Käseverkäufers - dars es bitzeli meeh si....in einem Segment, dass nur Ansage aber nicht Beweis erbringen kann. Man könnte also Mike Shiva ohne weiteres ebenafalls zu den Statistikern zählen.

Ich muss ehrlich zugestehen und werde dabei auch etwas rot, auch ich schaue immer nach Mitternacht die neuesten Statistikzahlen von Sport-heute.ch an. Genau um 00:04 schaltet sich jede Nacht der Statistikteufel ein. Statistik hat viel mit Dämonen und Geistern oder Fabelwesen zu tun. Je nachdem wie man es statistisch bewertet. Man wartet jede Nacht auf sie, sie faszinierem einem, können aber nachträglich eine schlaflose Nacht bereiten und man ist immer wieder enttäuscht, dass man keine besseren Zeichen bekommt. Selbstverständlich herrscht im Hause grosse Freude, wenn wieder wahnsinns Zahlen gemeldet werden. Statistiken haben aber auch darum auch eine grosse Ähnlichkeit mit Horoskopen. Die zeigen auch immer was Neues, was Gutes und wir meinen sie seien das Ei des Columbus und freuen uns, dabei war es das Horoskop einer Freundin. Müsste ich die Statistik im Register nach Berufsgattung eintragen, so würde ich sie am ehesten bei den Wahrsagern eintragen. Ich möchte aber keineswegs das Berufsbild des Statistikers schmählern, höchstens einige von ihnen, die ja Statistik in einem Fach an der ETH belegt haben dazu aufmuntern auch mal wie die Welt zu denken.

Hier hätte ich auch die grösste Unterstützung der Schweizer Bergbahnen, der Tourismusanbieter und der Hotels. Die verfluchen seit neuestem ja Thomas Buchelis Wetterkarrusell, als sei er einer der mit dem Teufel einen Bund geschlossen hat.

Möchte ich aber jetzt bei diesen genannten Touristikherren ein Angebot für Werbung beantragen, so müsste ich (dass gehört doch dazu) einen belegten Ausweis meiner Statistik bringen. Glauben diese Menschen jetzt an Atlantis, Merlin oder glauben sie nicht daran?

Gleiches spielt sich im Moment auf dem Sektor der Schweizerischen Wirtschaftsentwicklung, dem Entwicklungs- und Konjunktturbarometer, auch dem des SECO ab. Jeden Tag können wir Neuestes in jeder Zeitung lesen. Immer wieder anders ausgelegt. Trends werden je nach Lage der Nation nach oben gedrückt oder umgekehrt. Und jetzt auf einmal auf die Festtage hin soll die Konjunktur nächtes Jahr gut sein. Der private Konsum soll die Konjunktur noch stützen und ihm zu wahren Höhenflügen verhelfen. Im Verkauf und Export unserer Industrie herrscht allerdings grösste Misere. Was, wenn der private Konsum an Weihnachten gleich weniger einkauft? Passen wir dann alles wieder von neuem an, belügen wir uns von Neuem? So gut wie uns die Statistikvögte nämlich weiss machen wollen, steht es eben nicht in der Schweiz, mindestens einen Prozentsatz weniger als noch im Sommer gesehen, soll die Konjunktur in unserem Land schrumpfen. Doch auch solche Zahlen sind mehr als fragwürdig. Wie können die gleichen Zahlen sich innerhalb einer so kurzen Zeitspanne hin und her pendeln. Hat da das Statistikbarometer versagt? Oder sind ganz einfach die Menschen schuld, sie hätten ja mehr konsumieren können.

Ich muss Ihnen ehrlich sagen, am besten lebt es sich, wenn man von diesem Vernichtungsbomben der Wirtschaft nichts weiss. Mehr als Steine im Bachbeet bewegen, tun die Zahlen sowieso nicht. Ein Rezept dass sich statistisch nicht lohnt, in der Praxis aber bestens bewährt hat ist, dass man nicht hinschaut sich die Augen und Ohren zuhält. Ich wünsche jedem Menschen, dass er sich von solchen Manipulationsgedanken löst und sein Leben so gestaltet wie er es wirklich liebt. Freiheit, kann Statistik nicht beurteilen, denn dazu müsste sie alle unsere Freiheitsgedanken bewerten und dazu ist sie ganz einfach nicht imstande.

Ach, leider ist es jetzt Zeit für die neueste Statistik auf Sport-heute.ch - bin gespannt wieviele User heute zu Besuch waren und was sie angeschaut haben. Gute Nacht!

Marcel

(Die Ausführungen des Verfassers müssen nicht mit anderen Meinungen übereinstimmen und sind aus der (noch) freien Denkweise eines Magazinpioniers entstanden.) Trotzdem dürfen Sie mir meine Meinung sagen.

Leserkommentare (0) »