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Laryssa Lenz

14. Januar 2011, 18:48

Ein Wunder

Im Juni 2010 begann mein rechtes Auge zu schmerzen. Es entzündete sich mehr und mehr und machte mir nicht nur furchtbare Schmerzen, sondern auch das Leben schwer. Ich konnte bald kaum mehr lesen und schreiben und nur unter grösster Anstrengung meine Arbeit verrichten. Meistens reagierte ich Intuitiv auf vieles - routinemässig auf die meisten Arbeitsvorgänge. Etwas anderes blieb mir nicht übrig. Den wahren Grund fanden die Aerzte bis heute nicht heraus. Das letzte Aerzteatest empfahl mir, mein rechtes Auge entfernen zu lassen und durch ein Glasauge zu ersetzen. Da beide Augen miteinander nervlich verbunden wären, würde ich sonst nie von meinen Schmerzen befreit. Mein Wille war es schlussendlich, der mich das Letzte nicht machen liess, sondern zusammen mit meinem Glauben an mich selbst eine eigene Threrapie mit mir selbst durchführte, mit dem Resultat, dass ich nach gut sieben Monaten geheilt bin. Es beweisst mir, dass wir als Menschen über ungeheure Heilkräfte verfügen, die Kunst sie anzuwenden ist das Schwierige - doch alles was wir brauchen, steckt in uns selbst. Diesen Satz, den ich in meiner Therapeutischen Ausbildung gelernt habe, der Glaube an mich und meine inneren Heilkräfte, hat mein Auge gerettet und mir mein Leben völlig umgekrempelt. Ich lebe wieder - und wie!

Brüttisellen, 13.1.11 mk. (mk) Vorgeschichte

Vorausschicken muss ich, dass ich eigentlich ein schwieriger Mensch bin, was solche Sachen der Krankheit anbelangt. Mit sechs Jahren hatte ich damals mein rechtes Augenlicht durch ein metallisches Pfeilgeschoss verloren und seither rechts, nur noch hell und dunkel gesehen - doch ich trainierte mein linkes Auge so, dass es mittlerweile eine fast so grosse Sichtweite hat, wie zwei Augen zusammen. Eigentlich habe ich nie was daraus gemacht, weder eine Rente bezogen, noch gejammert noch bemitleidet und selbst bei der versuchten Autoprüfung habe ich auch beim Drittenmal als ich durchgeflogen bin, micht nicht auf mein Auge berufen. Lange sah man es auch nicht, mit dem Alter hat sich aber der Druck meines rechten Auges verringert und so ist es ein bisschen nach oben gerutscht.

Man lernt gewissermassen mit diesem Handicap zu leben. Im Verkehr musste ich halt den Kopf komplett drehen um nichts zu übersehen. Für die Ausbildung blieben mir daher einige mögliche lukrative Berufe schlicht versagt. Dies zur Vorgeschichte, denn es geht hier schlussendlich um die Selbstheilung in den letzten Monaten.

Ich möchte sie aufmuntern mit ihren Gedanken, ihren Gefühlen viel mehr in sich zu gehen, sich selbst mehr zu lieben, sich mehr zu vertrauen, sich mehr zu trauen.

Wie schrecklich war das damals im Juni, dass war ein Horror eine Katastrophe. Ich mag mich erinnern, dass ich vor Erschöpfung einschlief - sei dies auf dem Sportplatz oder als Beifahrer oder während einer Reportage. Ich vertraute Medikamenten, Aerzten und guten Ratschlägen. Dass was ich vor Jahren gelernt hatte, kam mir nicht mal in den Sinn. Ich musste mein Gesicht hinter einer dicken Sonnenbrille verstecken - in den Ferien in Südfrankreich, sah ich aus wie eine aufgedunsene Tarantel. Täglich vom Schmerz begleitet, trändenden Augen und einem grässlichen Stechen im Gesicht. Ich probierte, studierte und machte dann eine aertzlich unterstützte 1 Woche dauernde antibiotika Kur, die wenigstens einen Teil der Geschwulsten verschwinden liess - aber auch nicht mehr. Die Schmerzen blieben trotz stärkstem Antibiotika. Die letzte Diagnose war, Auge raus - Glas rein und sie haben Ruhe. Mich traf das wie ein Schock, stärker als alle Antibiotika die ich erhalten hatte. Nein-von allem Anfang wusste ich, nein, dass will ich nicht.
Dass war ende September. Ich litt unter diesen aerztlichen Tatsachen. Ich weiss noch, als ich im Oktober im Auto neben meiner Frau sass, wir am Morgen früh ins Bündnerland fuhren und ich die Hände über die starke Sonnenbrille halten musste um nicht im Licht, dass mich blendete - wahnsinnig zu werden. Schrecklich kann ich nur sagen.

In dieser Zeit begann ich mich meines Herzens zu besinnen - lernte wieder mit meinem inneren Kraftier zu reden - lernte einen unverwüstlichen Zauberer kennen - und begann dann mich selbst zu therapieren. Es braucht einige Kenntnisse - doch die sind lernbar. Ich bearbeitete mich regelmässig mit der EMDR Methode, die auch in Selbstanwendung erfolgreich ist. Dies ist eine Methode, die bw. Kriegstraumas verarbeiten lässt und auch andere unangenehme Gefühle verschwinden lassen kann. Man muss sie allerdings beherrschen, kann dies aber relativ schnell auch lernen. Dazu meditierte ich, sprach mit meinem Inneren, mit meinem Körper und meinem Selbst! Ich stellte keine Forderungen, sondern nur Bitten. Ich alleine musste die Geduld aufbringen, meinem Inneren die Zeit zu geben, mich zu heilen. Langsam spürte ich, dass etwas vor sich ging. Ich informierte bei jedem Gefühl des Fortschrittes meine Frau. Es gab aber auch absolut nichts Neues - tagelang-wochenlang. Ich war immer davon überzogen, es hilft und es wird mich heilen. Schon im November hatte ich manchmal das Gefühl, es sei wieder weiter gegangen - doch es blendete mich immer noch grauenvoll - manchmal hatte ich auch das Gefühl, jetzt kann ich das Auge wieder aufmachen. Das Augenlied war schwer wie Blei und liess sich nicht bewegen.

Im Dezember hatte ich schon des öfteren das Gefühl - irgend etwas bewegt sich in meinem Inneren. Meine inneren Kraftiere versprachen mir, mir zu helfen -aber immer mit der Antwort auch - hab Geduld. So um die Weihnachtszeit begannen aufeinmal meine Augen zu brennen und gegen Ende Jahr pickte mich mein rechtes Auge, es stach mich was, ja kratzte mich was - beim ersten reiben schmerzte mich mein Auge wieder einen ganzen Tag lang, ich liess es sein.

Eine Woche Später spürte ich am Morgen in meinem Auge ein beissen und jucken. Ich hatte nach sieben Monaten wieder Augenzieger. Diese Absonderung war für mich wie eine Auferstehung. Das Auge bewegte sich dann weitere zwei Wochen nicht. Ab und zu hatte ich das Gefühl es gucke raus. Die Farbe, die das Auge damals nach dem Out angenommen hatte war tiefes Schwarz! Meine Frau sagte mir damals, dass ist tot! Anfangs Januar konnte ich erstmals die Augen reiben und vor fünf Tagen, hat sich das rechte Auge wieder geöffnet, wie wenn nichts geschehen wäre. Die Schwarze Farbe wandelt sich langsam wieder ins das Grün-Braun meiner Originalfarbe und dies Tag für Tag mehr. Die Schmerzen sind weg - komplett! Ich habe mir bereits eine neue Brille ausmessen lassen. Für mich beginnt ein neues Leben - ich bin erlöst von monatelangen Qualen, Schmerzen und einem grauenhaften Leiden. Bei jedem Gespräch, bei jedem Foto habe ich es gemerkt.

Ich bin wieder Mensch geworden - wieder ich, wieder mich selbst. Ich habe es fertig gebracht, meine inneren Heilkräfte zu bündeln un zu organisieren um die Heilung voranzutreiben. Eigentlich kann das jeder.

Ich war stolz auf mich - ich bin mit Larry in der Nacht spazieren gegangen, er hat sich gewundert, was wir im dunkeln so mitten durchs Feld machen wollen. Es war ein Geschenk für mich - wie neu Geboren, neu gelebt, ich habe allen meinen Helfern gedankt, mich bedankt für ihre Mithilfe. Ich habe in die Nacht hinaus gerufen - geschrien - ich bin wieder gesund. Ich weiss, solches Heilen ist nicht selbstverständlich - doch es ist Tatsache geworden. Darum macht der Satz von Richard Bandler, dem Begründer des NLP für mich jetz auch Sinn: Alles was du brauchst ist in dir selbst, du musst es nur finden! Und ich weiss jetzt auch, wieso meine Lehrerin und Mentorin Gundl Kutschera damals sagte, in dir Marcel, stecken Kräfte der Heilung, hole sie.

Mit 61 Jahren beginnt für mich ein neuer Lebensabschnitt, wieder einer, der mich Glücklich macht. Ich liebe mich, meine Frau und meine Kinder und alle Menschen auf der Welt. Ich bin ganz einfach Happy!

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