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Marcel Krebs

Snowboard-Channel 2011-12

Wandern mit Marcel und Larry

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Laryssa Lenz

28. Januar 2011, 01:20

Leben

Haben Sie auch schon über Ihr persönliches Leben nachgedacht - haben Sie auch schon tagelang Dinge verfolgt, die Ihnen nicht mehr aus dem Kopf raus gingen? Haben Sie sich auch schon tagelang mit dem gleichen befasst und sich immer wieder gefragt, was soll das? Haben Sie auch schon daran gedacht, nur so in Gedanken - jetzt muss was passieren? Kennen Sie das Gefühl der Ohnmacht? Der Hilflosigkeit - das Gefühl des Unterganges?

Brüttisellen, 28.1.11 mk (mk) Ich wandere durch das Tal ohne Sonne
Ich laufe in Richtung schwarzes Tor
Ich sehe den Rauch, nur kein Licht der Sonne
Dahinter beginnt das grosse Moor.

Ich bete für mich - ich glaub noch an Wunder
Ich bete für dich - ein Wunder von dir
Ich höre die Krähen, hoch oben am Himmel
Das Dunkel ist schwarz - die Sonne fehlt mir.

Ich laufe und laufe, mit brennenden Füssen
Hindurch durch Schlamm und feuchtes Gebiet
Ich laufe mit Blasen, mit jucken und Schmerzen
Ich glaube zu sehen - ein Licht ist in mir.

Nun sind es schon Tage - die Sonne blieb fern
Die Nächte sind kalt - der Winter ist grausam
Kein Mensch ist da, und keiner begegnet mir
Ich glaub ich bin noch immer im Tal.

Das Eis ist hart - aber auch kalt
ohne Schuhe so mitten im Wald
Dort über den See - er ist zugefroren
Dort müsste ich gehn - den Mut hab ich verloren.

Die Tage sind hart, vor mir steht der Zweifel
Ich laufe noch immer - durch die Nacht am See
Aufpassen muss ich, nicht überall ist Eis
Ich tappe im Dunkeln, bricht es bald ein?

Die Nächte sind lang, und Nachts schein keine Sonne
das Tal ist lang, ich laufe im Schnee
Es ist Winter, kalt und ungemütlich präsentiert sich der See
Soll ich hinüber auf gebrochenem Eis?

Ich leg mich hin - ich kann nicht mehr gehn
Ich schau zum Himmel, doch der ist schwarz
Will er mich überhaupt sehn?
Unter mir knirscht es, ist die Decke dick?

Ich fasse Mut, ich lauf hinüber
Ich komm bis zur Mitte, dann krachts
Durch Mark und Bein, die Angst in mir
Wer will mich nehmen, hier draussen auf See?

Ich lauf immer schneller hinüber zum Schilf
Direkt auf die Stelle, dorthin wo ich nicht will
Ist es der Teufel oder ist es die Fee
Sind es meine Gedanken, bin ich verrückt?

Ich lauf durchs Tal, ich seh keine Sonne
Alles Dunkel, am Tag und in der Nacht
Der Winter ist noch immer da, es ist kalt
Ich such ein Haus, ich such einen Halt.

Ich fasse Mut, ich laufe weiter
meine Füsse spür ich nicht mehr, nur noch weiter
Ich laufe durchs Tal - es ist dunkel
Die Sonne ist weg - ich bin allein.

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