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Laryssa Lenz

09. April 2011, 11:39

Ein Sommer in Latena

Ein langer hartnäckiger Winter hat uns monatelang das Leben vermiest. Jedenfalls mir. Ich bin weder Skifahrer, Snowboarder noch Eisbergsteiger, weder Schneeschuhläufer, Eisläufer noch Langläufer. Ich bin ganz einfach Geniesser. Ohne die richtige Umgebung, die grossen Berge, die Macht der weissen Welt - ist ein Winter nix für mich. Und in diesem Winter, ich meine dem Vergangenen, hat bei mir nichts dergleichen auf der Speisekarte gestanden. Um so mehr freue ich mich über den Frühling, den Frühling? Oder ist es bereits Sommer?

Dübendorf, 9.4.11 mk (mk) Der Winter ist längst vorbei. Kaum einer mag sich noch an die eisigen Tage erinnern. Der Frühling, ja der Sommer ist da. Und so heisst es:"Hinaus in die Natur!" Hinaus ins Glück des Lebens, hinaus in die Sonnenstube unseres Herzens. Für mich bedeuten diese Tage, dass ich alten Ballast abwerfen kann, einfach so - ihn den Sonnenstrahlen hingeben und verbrennen lassen. Dass ist ganz einfach wunderbar. Wenn ich von meiner Hazienda Abends hinausblicke, hinaus in die Natur, werde ich immer wieder von überwätigenden Momenten ergriffen. Manchmal schaut es aus wie in Afrika, manchmal wie in der Südsee und manchmal ganz einfach wie in der "Schwiiz".

Mit dem Alter werden einem solche Momente sowieso mehr bewusst. Was wirklich zählt ist das, dass wo im Herzen bleibt. Und wenn ich durch die herrlichen Wälder und Wiesen marschiere geniesse ich die Natur und die Freiheit.

Was heisst aber Natur, was heisst Freiheit?

In den vergangenen Wochen ist es mir erst so richtig bewusst geworden, was es heisst in einer intakten Natur zu leben. Die Ereignisse in Japan haben auch mich nachdenklich gestimmt und ich begreife nicht, wieso ich nicht früher auf die Zerstörer unseres Lebensraumes aufmerksam geworden bin. Brauchen wir wirklich so viel Atom? Ich glaube nein. Wir müssen uns alle beim Schopf nehmen und umdenken lernen. Und wenn uns auch vorgelogen wird, es brauche Jahre um umzusteigen, stimmt es nicht. Wir können alle sofort umsteigen, einfach abschalten - so einfach ist das. Dies alles merkt man erst, wenn man in unserer einzigartigen Natur spazieren geht. Wir bauen aber nachwievor Grossraumbüros wo so konzipiert sind, dass sie nur mit viel, viel Licht und Strom betrieben werdne können um nur ein kleines Beispiel zu nennen, es gäbe noch Tausende.

Was heisst Freiheit?

Das Problem unserer Zeit ist, dass die allermeisten Menschen überhaupt nicht mehr wissen was Freiheit überhaupt ist. Sie sind dem täglichen Trott zur Arbeit und zurück in die Freizeit verfallen. Statt sich zu erholen, pedalen oder rennen sie tausende von Kilometern sinnlos durch die Natur - ohne sich ein einziges Mal umzuschauen. Sie setzten das fort, dass sie im Betrieb am Freitagabend beendet haben - Exzesse der Besonderer Art und Leistung auf höchstem Niveau.
So können sie überhaupt nicht mehr wissen was Freiheit ist. Ein Haus oder eine Wohnung die nicht bezahlt ist, ist wichtiger als frei zu Leben und frei zu Denken. Sie sind Sklaven ihrer selbst geworden. Darum können sie auch nicht wissen, was wirkliche Freiheit ist.

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