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Marcel Krebs

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22. November 2008, 23:41

20.000 verfolgen Big Air Show

Auch im zweiten Big Air des LG Snowboard FIS Weltcup 2009 nimmt ein Finne den Sieg mit nach Hause: Nachdem in London noch Peetu Piiroinen triumphiert hatte, war heute Janne Korpi nicht zu schlagen. Nachdem der 22-Jährige gerade so den Einzug in das 12er-Finale geschafft hatte, fand der Sieger des Halfpipe-Weltcup von Saas-Fee auch in Stockholm rechzeitig zu seiner Stärke zurück. Mit 53,4 Punkten sicherte sich der Junioren-Weltmeister von 2005 (HP) im Stadion der Olympischen Sommerspiele von 1912 seinen fünften Weltcup-Triumph vor Chris Sörman (SWE, 52,1) und Seppe Smits aus Belgien (51,2). Damit gelang dem Snowboarder aus dem hohen Norden in einem hochklassigen Finale die seltene Wiederholung eines Vorjahrestriumphes

Stockholm SD (mk) Beeindruckend war der Erfolg Korpis vor allem aufgrund der Tatsache, dass er das gestrige Training verpasst hatte. 'Ich habe mir an einer Rail meine Bindung kaputt gemacht und deshalb keine Chance gehabt, gestern Abend noch zu trainieren. Da war ich schon sehr enttäuscht', so der Mann der Stunde. Seinem Fahrkönnen tat das allerdings keinen Abbruch. Denn mit einem 'Frontside 1080' und einem 'Cab 900' verwies er nicht nur die internationale Konkurrenz auf die weiteren Plätze, sondern auch seine starken Teamkollegen wie Antti Autti, Risto Mattila oder Peetu Piiroinen, denen die insgesamt 20.000 Besucher der heutigen Show wohl eher den Sieg zugetraut hätten.

Dementsprechend glücklich präsentierte sich dann auch Korpi nach der Siegerehrung: 'Ich bin super happy! Ich versuche zwar immer, mein Bestes zu geben und zu gewinnen, aber das ist nicht so leicht bei einem so starken Teilnehmerfeld wie heute.' Am Ende reichten 1,3 Punkte Vorsprung, um einen schwedischen Top-Konkurrenten in die Schranken zu weisen.

Erste schwedische Podiumsplatzierung in der Landeshauptstadt

Chris Sörman, der mit einem 'Backside 900' und einem 'Frontside 1080' die erste schwedische Podiumsplatzierung im dritten Anlauf in der Hauptstadt sicher stellte, war trotz des knappen Rückstands keineswegs enttäuscht: "Ich bin glücklich. Glücklich über das Ergebnis und darüber, dass es hier so eine Veranstaltung vor so einer Kulisse und den ganzen Zuschauern gibt. Ich habe mich den ganzen Tag über gut gefühlt und mein Ding gemacht. Ich war nur vor dem zweiten Quali-Run nervös, weil ich im ersten gestürzt war.'

Weiter Fakten:

Teilnehmer: 68 Männer aus 14 Nationen

Höhe der Rampe: 35 Meter

Gewicht: 100 Tonnen

Genutzte Menge Schnee: 600m³

Shaper: David Ny, Schweden

Zusätzliche O-Töne:

Seppe Smits, Belgien, Dritter, über sein bislang bestes Weltcup-Ergebnis: 'Das ist unglaublich. Damit hätte ich nie gerechnet. Bislang habe ich immer Schwierigkeiten mit dem 'Backside 900' gehabt, aber heute überhaupt nicht. Genauso wenig Probleme hatte ich beim 'Cap 900'. Das ist einfach Wahnsinn.'

Stefan Gimpl, Österreich, Vierter: 'Ich bin eigentlich zufrieden. Ich hatte in der Quali zwei ganz gute Sprünge obwohl ich mit der Landung so meine Probleme hatte. Mit der habe ich den ganzen Tag über gekämpft. Mir war sie zu flach. Das war nichts für meine alten Knochen. Deshalb stand im Vordergrund, gesund zu bleiben.'

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Janne Korpi (FIN) jubelt nach Triumph

Chris Sörman (SWE)