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Marcel Krebs

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08. Dezember 2008, 18:39

BIG AIR GRENOBLE CREPEL VOR GIMPEL

Französisches Wunschergebnis bei der Premiere: Besser hätte der Wettbewerb für die ausrichtende Nation nicht laufen können, denn beim ersten Big Air in der Geschichte des LG Snowboard FIS Weltcup auf französischem Boden setzte sich mit Mathieu Crepel (52,1 Punkte) ein Vertreter der Equipe Tricolore gegen die internationale Konkurrenz erfolgreich durch. In einem spannenden Finale im Park Paul Mistral in Grenoble verwies der amtierende Big Air und Halfpipe-Weltmeister vor 15.000 lautstarken Zuschauern den Weltcup-Titelverteidiger aus Österreich, Stefan Gimpl (51,4), mit nur 0,7 Punkten Vorsprung auf den zweiten Platz. Dritter in einem äusserst hochklassigen Duell um das Podium wurde mit Jaakko Ruha (47,7) ein Vertreter der mit dem grössten Kader angereisten finnischen Nation.

Brüttisellen (mk) Allerdings hatte es nach den ersten beiden Durchgängen noch nicht nach einem Erfolg Crepels ausgesehen. Denn aufgrund eines gewohnt souverän umgesetzten 'Frontside 1080' lag Stefan Gimpl dank einer 27er-Wertung mit 1,8 Punkten vor dem Doppelweltmeister, der denselben Trick gezeigt hatte. Doch im entscheidenden dritten Final-Durchgang zeigte der 24-Jährige, wer der Herr im Haus ist. Zwar hatte Crepel seit seinem grossen WM-Erfolg in Arosa (Januar 2007) keinen Big Air mehr bestritten, doch das hinderte ihn nicht daran, seinen ersten Weltcup in dieser Disziplin für sich zu entscheiden.

Angefeuert vom ohrenbetäubenden Lärm der 15.000 Kehlen stellte er - trotz Regens - einen 'Switch Backside 900 tail' in den Schnee, der mit 26,9 Punkten von den fünf Judges honoriert wurde und dem das österreichische Freestyle-Urgestein nichts mehr entgegensetzen konnte - wie der neue Weltcup-Führende Gimpl neidlos anerkannte: 'Das war voll geil heute, echt hochklassiges Snowboarden. Der Battle mit Mathieu war super, auch wenn ich Zweiter geworden bin. Er hat am Ende in die andere Richtung gedreht. Ich konnte nur einen 'Frontside 900' dagegensetzen. Aber ich nehme dennoch nur gute Erinnerungen an diesen Wettbewerb mit!' Dem glücklichen Sieger hingegen war anzusehen, dass ihm bei aller Freude über den Triumph auch eine Last von den Schultern gefallen war: 'Ich bin so glücklich über den Sieg. Ich habe den Druck gespürt, denn die Franzosen hier haben schon einiges erwartet. Ich wollte auch gut abschneiden, habe mich aber zuletzt eher im Backcountry herumgetrieben und nicht Big Air trainiert.'

Delerue? - Der Nächste bitte!

Zudem fand Crepel noch lobende Worte für den dritten Delerue-Bruder im Weltcup. Denn nach Xavier und Paul-Henri kratze der jüngste Spross der Snowboard-Familie an der Sensation. Nur mit 0,8 Punkten verpasste Victor in seinem zweiten Weltcup-Einsatz als Vierter das Podium. 'Er war heute extrem stark. Das ist gut für die Zukunft', so Crepel.

Weiter Fakten:

Teilnehmer: 52 Männer aus 11 Nationen

Höhe der Rampe: 37 Meter

Länge der Rampe: 100 Meter

Shaper: Albert Zehetner, Österreich



Zusätzliche O-Töne:

Jaakko Ruha, Finnland, Dritter: 'Ich habe einen engen Kampf ums Podium erwartet - trotz des Regens. Ich wusste, dass es bei diesem Teilnehmerfeld eng wird, aufs Podium zu kommen. Dementsprechend glücklich bin ich.'

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Mathieu Crepel sichert sich vor 15.000 Landsleuten den Sieg im Big Air in Grenoble / Herausragendes Snowboarden bei BA-Debüt in Frankreich

Stefan Gimpel(OESTERREICH) - Mathie Crepel (France) - Jaakho Ruha (Finnland)

Der Sieger am Start.

Nach seinem sensationellen Lauf.