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01. September 2008, 18:20

Boxen-Goretex Alpin Run-MTB Scuol

Sportheute.ch - Sportkurznachrichten.

Brüttisellen (mk) BOXEN. Bei Ländervergleichskampf in Worms (D) besiegte der Basler Arnold "the Cobra" Gjerjaj den für Deutschland boxenden Antonio Feagius vorzeitig in der 2.Runde. Bereits in der Ersten Runde wurde der gut boxende Feagius von der "Cobra" angeknabbert und zweimal Angezählt. In der Zweiten Runde erhöhte der Basler das Tempo und die Schlagfrequenz und parallel dazu schwand der Widerstand des Deutschen. Der Ringrichter hatte ein Einsehen und unterbrach den Kampf vorzeitig. Die Schweizer Auswahl verlor mit 6 zu 14 Punkten das Länderduell.

Resultat:
Worms, Festzelt,Backfischfest
500 Zuschauer
Superschwergewicht
Arnold Gjerjaj, Boxclub Basel gewinnt gegen Antonio Feagius Boxclub Worms, n.Aufg. 2.Runde

Berglauf. Harte Kämpfe auf der Königsetappe des GORE-TEX@ Transalpine-Run
Nach Rang zwei gestern liefen Matthias Dippacher und Tobias Brack vom 'Team
BLT Laufsport Saukel-Haglöfs' heute als glückliche Tagessieger über die Ziellinie
auf dem Marktplatz von Mittersill. Für die 48,56 Kilometer aus dem Startort St. Ulrich
benötigten die beiden Allgäuer 5:21:27 Stunden. Ihre schärfsten Konkurrenten
Silvano Fedel und Ettore Girardi (Team Triathlon Trentino A) aus Italien kamen mit
der Endzeit von 5:26:06 Stunden knapp hinter ihnen ins Ziel und behielten dank
ihres gestern erarbeiteten Vorsprungs die Spitzeposition inne. Mit 6:04:20 Stunden
beendeten Erich Eder und Helmut Kirchler (Team Leki/ITA) das Rennen auf Platz
drei.
Wie schwer die heutige Etappe war, bewiesen die Szenen, die sich nach der Ankunft
der Sieger bei den Herren abspielten. Gleich hinter der Ziellinie fiel Tagessieger
Brack völlig erschöpft zu Boden und brauchte einige Momente, um wieder zu vollen
Kräften zu kommen. 'Das war heute wirklich zäh, einfach knüppelhart. Aber für uns
war es einfach wichtig, die heutige Königsetappe zu gewinnen und vor den Italienern
ins Ziel zu kommen', kommentierte dementsprechend sein Laufpartner Dippacher,
was sich über fünf Stunden auf der Strecke abgespielt hatte. Für seinen Einbruch
zum Ende des Rennens hatte Brack - der Ausdauerspezialist im Team - eine
plausible Erklärung parat: 'Weil ich der Stärkere am Berg bin, nehme ich Matthias
die Trinkflaschen ab. Deshalb hatte ich nach hinten raus konditionelle Probleme.'
Obwohl die Leistung heute noch nicht ganz für den Sprung an die Spitze reichte, ist
sich Dippacher inzwischen sicher: 'Das weisse Leaderjersey in den nächsten Tagen
zu ergattern, ist jetzt für uns nicht mehr komplett unrealistisch. Das ist halt die Magie
des Runs - es läuft jeden Tag anders'.
Führungswechsel bei den Damen - Italienerinnen jetzt vor Team Canada
Während bei den Männern heute vorerst alles beim Alten blieb, haben die
Südtirolerinnen Elisabeth Egarter und Martina Pfeifhofer vom Team 'Alpin Lauf
Sexten' mit ihrem Etappensieg in 7:18:02 Stunden Platz eins in der Gesamtwertung
bei den Damen übernommen. Der Vorsprung, den sie heute auf das zweitplatzierte
'Team Canada' mit Tracy Garneau und Nicki Haugan (7:20:59 Stunden)
herauslaufen konnten, reichte am Ende knapp aus, um den Führungswechsel zu
besiegen. 'Wir haben den Sieg nicht erwartet und sind selbst ganz überrascht, da wir
auf der Strecke nie wussten, auf welchem Platz wir gerade laufen', berichtete
Pfeifhofer im Ziel. So lange noch Sichtkontakt zu den beiden Läuferinnen aus
Übersee bestand, kam es unterdessen zu sportlichen Gesten unter den
Konkurrentinnen. 'Wir haben uns mit den Kanadierinnen auf der Strecke bereits zum
Pizza essen in Sexten verabredet', so Egarter im Ziel. Mit 7:34:31 Dritte wurde
'Team Orthomol Sport I' mit Brigitte Schiebel und Alexandra Hagspiel (beide GER).
Team Niederdorf jetzt stärkstes Team bei den Masters
Mit starker Tagesleistung übernahm ein weiteres Team aus Südtirol die Führung in
einer Wertungskategorie. Manfred Wurzer und Eugen Innerkofler (Team Niederdorf)
liefen nach 5:26:22 Stunden als erstes Masters-Team über die Ziellinie und legten
sich nach dem knappen Duell gestern ein dickes Zeitpolster auf die deutschen
Konkurrenten zu. Über 14 Minuten beträgt ihr Vorsprung nach Tag zwei auf Thomas
Miksch und Christian Storck vom 'Team BLT Laufsport Saukel-Haglöfs Masters', die
heute 5:40:27 Stunden bis ins Etappenziel brauchten. 'Gestern sind wir fast
gestorben, und ich dachte schon, wir müssten wieder nach Hause fahren.
Dementsprechend sind wir heute Morgen vorsichtig ins Rennen gestartet. Erst am
Anstieg zum Henlabjoch haben wir uns von den Deutschen abgesetzt',
kommentierte Wurzer später die Renntaktik. Mit 5:42:52 Stunden landeten die
Italiener Martin und Hans Nocker (Team Antholz/Wiolebach) auf Platz drei.
Knappe Entscheidung bei den Mixed-Duos - Team Salomon holt zweiten Sieg
Die Tagesergebnisse bei den Mixed-Teams demonstrierten gut, wie hoch die
Leistungsdichte in dieser Wertungskategorie dieses Jahr ist. Zwar sicherte sich das
deutsch-schweizer 'Team Salomon' mit Stephan Tassani-Prell und Gaby Steigmeier
nach 6:24:27 Stunden den zweiten Tagessieg, aber ihre Verfolger aus Österreich
waren ihnen dicht auf den Fersen. 'Team Naturpark Lechtal' mit Markus Friedl und
Magdalena Schiffer machten mit ihrer Zeit von 6:26:51 Stunden viel des gestern
eingebüssten Vorsprungs im Feld gut. 'Die Etappe heute war landschaftlich top aber
hart. Dennoch, wir lieben das felsige Terrain und technische Passagen. Am Anfang
hatte Markus Probleme, aber nach hinten raus ist es für uns immer besser gelaufen',
erklärte sich Schiffer im Ziel die Leistungssteigerung zu gestern. Dritte wurde das
italienische 'Team Hotel Lindenhof-Adidas Naturns' mit Gertraud Höllrigl und Norbert
Platzgummer (6:28:13 Stunden).
Vorschau 3. Etappe: Mittersill (AUT) nach Neukirchen am Grossvenediger (AUT)
Eine vergleichsweise entspannende Strecke mit 'nur' 1504 Höhenmetern im
Aufstieg erwartet die Läufer auf den 27,66 Kilometern bis ins Tagesziel nach
Neukirchen am Grossvenediger. Einziger Anstieg auf der dritten Etappe ist der Weg
hinauf auf den Wildkogel (2224 m) - doch der hat es in sich. Auf dem etwa zehn
Kilometer langen Anstieg müssen die Läufer dabei etwa 1400 Höhenmeter
bewältigen. Und der folgende Downhill bis ins Etappenziel nach Neukirchen ist auch
alles andere als Balsam für die geschundenen Knochen der Athleten.

MTB: Fünfter iXS-classic-Sieg von Urs Huber in Scuol -
Esther Süss siegt abermals bei den Frauen

Bei Sonnenschein und heissen Temperaturen hat Urs Huber am Nationalpark Bike Marathon seinen 9. Saisonsieg einfahren, der fünfte innerhalb der iXS swiss bike classic. Wie bereits am Grand Raid vor einer Woche wurde Thomas Stoll Zweiter vor Thomas Zahnd. Bei den Frauen jubelte erneut Esther Süss vor Antonia Wipfli und Anita Steiner.

Mountainbike - Bereits wenige Kilometer nach dem Startschuss distanzierte sich ein Quartett unter dem Tempodiktat von Urs Huber, dem Thomas Stoll, Thomas Zahnd und Manuel Scheidegger angehörten. Stoll und Scheidegger mussten jedoch abreissen lassen, als Huber mit unverminderter Härte nach Fuldera auch noch die Steigung Richtung Val Mora hochpowerte. Oben angekommen suchten Zahnd und Huber mit gemeinsamen Kräften das Weite. Doch dabei übernahm sich Zahnd und musste Huber ziehen lassen. Der Chaschauna-Pass, die knapp 2700 Meter Höhe, das Dach der 138-Kilometer-Runde um den Schweizer Nationalpark, war auch diesmal das Pièce de Résistance. Während Huber diesmal keine Mühe bekundete (er war letztes Jahr in der Abfahrt mit einem Biker kollidiert, der seine Fahrlinie kreuzte) und seinen Vorsprung munter weiter ausbaute, brach Zahnd ein. «Ich bettelte bei jeden Hobbyfahrer nach etwas Essbarem, so schwach fühlte ich mich», schilderte er seinen Hungerast. Auch Thomas Stoll büsste für das hohe Anfangstempo, teilte sein Rennen jedoch klüger ein und schob sich auf den zweiten Platz vor, den er bis ins Ziel verteidigte. Zahnd erreichte das Ziel als Dritter vor Till Marx, Marco Lang und Manuel Scheidegger.

«Eigentlich wollte ich heute piano fahren. Als Stoll nach Fuldera jedoch abreissen liess, wusste ich, dass wir nun Gas geben müssen. Doch Zahnd hielt dem Tempo nicht stand und schon war ich wieder alleine», schilderte Huber den Rennverlauf. Am Vortag war er bei der Streckenbesichtigung noch auf einer Asphaltpassage ausgerutscht und mit hoher Geschwindigkeit zu Fall gekommen. Doch weder der Sturz noch die Strapazen bei seinem Grand-Raid-Sieg in der Vorwoche vermochten Huber etwas anzuhaben. «Ich wusste, dass ich hier tendenziell eher mehr Reserven haben würde. Denn in der Vorwoche des Grand Raid war ich noch einen Tag krank», relativierte Huber. Beim Drücken in den Steigungen habe er den Grand-Raid in den Beinen aber schon noch gespürt. Thomas Stoll war sichtlich erschöpft, als er das Ziel erreichte. «Die Erholungszeit nach dem Grand Raid war für mich eindeutig zu kurz», entgegnete er auf die Frage, weshalb er das Tempo von Huber und Zahnd nicht mitgegangen sei. Teamkollege und Schweizermeister Lukas Buchli, der wegen der Sturzverletzungen, die er sich am Eiger Bike zugezogen hatte, auf den Start verzichtete, munterte Stoll vom Streckenrand aus nach Kräften auf.

Fürchterlicher Einbruch

«Ich hatte einer der fürchterlichsten Einbrüche in meiner Karriere. In der Steigung zum Chaschauna, die ich fast nicht hochkam, überlegte ich mir ernsthaft umzukehren», erklärte Zahnd. Schade, er habe sich mehr erhofft und sich anfangs auch so gefühlt. «Vermutlich war ich im Val Mora zu euphorisch und habe zu viel geführt», vermutet Zahnd als Grund für seinen Hungerast.

«Ich liess mich nicht vom Tempo von Antonia Wipfli und Anita Steiner in der Anfangssteigung irritieren sondern suchte meinen eigenen Rhythmus, den ich durchzog», umschrieb Esther Süss ihr Erfolgsrezept. Wie Wipfli, die das Ziel mit nur 3:18 Minuten Rückstand als Zweite erreichte, kam Süss nicht ohne Sturz über die Runde, der aber in beiden Fällen glimpflich ausging. «Ich hatte zu Beginn schlechte Beine. Doch dann liefs immer besser», freute sich Wipfli. Dritte wurde Anita Steiner, die 17:33 auf die Siegerzeit von Süss einbüsste. «Die Strecke lag mir noch nie. Zu viele rutschige Abfahrten auf losen Steinen. Doch die Gegend ist wunderschön», fasste Steiner zusammen.

Auf der Kurzdistanz triumphierte wie im Vorjahr Michael Hutter. Leder bleibt Konny Kooser, der das Ziel als Zweiter erreichte. Auch bei den Frauen war wieder Erika Dicht die Schnellste, diesmal aber in einer eigenen Klasse. Die Lehrerin aus Klosters distanzierte die zweitplatzierte Milena Landtwing um über eine halbe Stunde. Fast genau die Zeit, um die Dicht ihren eigenen Streckenrekord aus dem Vorjahr verbesserte. Sie feierte in der iXS classic bereits den sechsten Laufsieg in Folge.

Resultate:
Herren (138 km): 1. Urs Huber (Jonen) 5:51:34. 2. Thomas Stoll (Osterfingen) 12:19. 3. Thomas Zahnd (Noflen, BE) 14:52. 4. Till Marx (Kaltacker) 21:03. 5. Marco Lang (Zeinigen) 24:23. 6. Manuel Scheidegger (Uetendorf) 27:53. 7. Stefan Roffler (Chur) 34:06. 8. René Hürlimann (Unterägeri) 35:11. 9. Damian Perrin (Wichtrach) 36:09. 10. Norbert Wyss (Paspels) 37:30.

Frauen (138 km): 1. Esther Süss (Küttigen) 6:55:07. 2. Antonia Wipfli (Seedorf, UR) 3:18. 3. Anita Steiner (Einsiedeln) 17:33.

Herren (104 km): 1. Michael Hutter (Balgach) 4.35:32. 2. Konny Looser (Hinwil) 5:29. 3. Hansueli Stauffer (Sigriswil) 13:53. 4. Jakob Oswald (Grabs) 14:43. 5. Paolo Gugelmann (Camorino) 18:34. 6. Rudolf Biedermann (Plaffeien) 19:04. 7. Philipp Gerber (Aeschi bei Spiez) 19:50. 8. Daniel Schütz (Schaffhausen) 20:28. 9. Urs Baumann (Igis) 20:46. 10. Renzo Baggenstoss (Steg im Tösstal) 29:44.

Frauen (104 km): 1. Erika Dicht (Klosters Dorf) 5:01:00. 2. Milena Landtwing (Zug) 31:12. 3. Judith Huonder (Zürich) 33:20. 4. Corian Gantenbein (Zizers) 49:01. 5. Daniela Hartmann (Zizers) 52:29.

iXS swiss bike classic
Stand Langdistanz 4/7:
Herren: 1. Urs Huber, 400. 2. Lukas Buchli, 392,04. 3. Thomas Zahnd 390,33.

Frauen: 1. Esther Süss, 400.

Stand Kurzdistanz 4/7:
Herren: Konny Looser, 197,45. 2. Daniel Schütz, 195,85. 3. Büsser Silvio 194,89.

Frauen: 1. Erika Dicht, 200.

Sieben Prüfungen umfasst die grösste schweizerische Mountainbike-Langstreckenrennserie iXS swiss bike classic in diesem Jahr. Dabei gilt es 691 Kilometer und kraftraubende 23`860 Höhenmeter (!) in den schönsten Bergregionen der Deutsch-, Süd-, Südost- und Westschweiz zurückzulegen. Punkto Teilnehmer- und Zuschauerzahlen ist die iXS Swiss Bike Classic unerreicht. Mehr als 14`000 Starts und rund 60`000 Zuschauer haben die Veranstalter letztes Jahr verzeichnet. Höhepunkt ist jeweils das Swiss Bike Masters in Küblis mit rund 2`500 Teilnehmenden und 25`000 Zuschauern.

Die 7 Läufe der iXS swiss bike classic 2008
01.06.2008, Monte Generoso Bike Marathon, Mendrisio/TI
08.06.2008, Elsa Bike Trophy, Estavayer-le-Lac/FR
29.06.2008, EKS-Goldenrace, Schleitheim/SH
20.07.2008, Swiss-Bike-Masters, Küblis/GR
17.08.2008, Eiger Bike Challenge, Grindelwald/BE
30.08.2008, Nationalpark Bike Marathon, Scuol/GR
28.09.2008, Iron Bike Race, Einsiedeln/SZ

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