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Marcel Krebs

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21. Dezember 2008, 17:48

Neururer und Grabner sorgen für österreichischen Doppelsieg im Parallel Slalom von Arosa

Rot-weiss-roter Jubel nach dem letzten Wettbewerb des LG Snowboard FIS Weltcup 2009 in diesem Jahr. Im zweiten Parallel Slalom des Winters setzten sich auf dem WM-Hang von 2007 mit Heidi Neururer und Siegfried Grabner zwei Österreicher gegen die internationale Konkurrenz durch. Die amtierende Weltmeisterin im PSL verwies im Damenfinale von Arosa die US-Amerikanerin Michelle Gorgone mit nur 17 Hundertstel Vorsprung auf Platz zwei. Im kleinen Finale setzte sich Isabella Laböck (GER) gegen ihre Kontrahentin aus Australien, Johanna Shaw, durch. Bei den Männern ging es im Rennen um den Tagessieg ebenfalls äusserst knapp zu. Am Ende reichte es aber für Grabner, der seinen italienischen Gegner Roland Fischnaller mit 55 Hundertstel auf Distanz halten konnte. Im Kampf um Platz drei überquerte Zan Kosir (SLO) die Ziellinie vor Andreas Prommegger (AUT).

Brüttisellen (mk) Lange hatte das österreichische Raceboard-Ass Siegfried Grabner auf seinen zwölften Weltcup-Sieg warten müssen. Der letzte gelang dem 33-Jährigen fast auf den Tag genau vor zwei Jahren in Bad Gastein. Dementsprechend happy präsentierte sich der in Andorra lebende Kärntner: 'Ich bin echt froh darüber, denn das letzte Mal ist schon so lange her. Ich hatte mir vor der Saison vorgenommen, nicht noch einmal eine sieglose zu erleben. Es freut mich umso mehr, da heute die anderen alle sehr stark waren und ich wirklich kämpfen musste. Das war heute eine gute Art, das Jahr abzuschliessen.'

Bei den Damen war die Freude bei der Siegerin ebenfalls riesig, nachdem Heidi Neururer in den letzten Wochen 'nicht so gut drauf war. Da haben meine Trainer mehr an mich geglaubt als ich.' Umso besser für die amtierende Weltmeisterin, dass ihr der Hang ihres bislang grössten Erfolges weiterhin gut liegt: 'Es ist in den letzten Tagen immer besser gegangen. Als ich dann auch noch Quali-Bestzeit gefahren bin, wusste ich, dass heute Alles möglich ist. Ich war dann sehr fokussiert und das hat den Unterschied ausgemacht. Das war heute wirklich ein sehr, sehr schöner Sieg für mich!'

Frühes Aus für die Weltcup-Führenden

So nahezu perfekt das österreichische Ergebnis mit dem Doppelsieg und dem vierten Rang von Andreas Prommegger auch war, desto bitterer war der Rennausgang für die Weltcup-Führende. Doris Günther (AUT) musste schon im ersten Qualifikationsdurchgang ihre Hoffnungen auf den dritten Sieg im dritten Parallel-Wettbewerb begraben, nachdem ein Fahrfehler kurz vor dem Ziel das Aus bedeutet hatte. Bei den Herren sah für Matthew Morison zunächst noch alles gut aus. Mit der schnellsten Quali-Zeit ging der Kanadier in die finalen K.o.-Läufe, schied dann aber aufgrund eines Leichtsinnsfehlers gegen Marc Iselin (SUI), dem heute bestplatzierten Schweizer aus. Zudem verlor Morison (1.400 Punkte) das Gelbe Trikot des Weltcup-Führenden an Siegfried Grabner (1.560).

Weitere Fakten:

Teilnehmer: 47 Frauen und 56 Männer aus 21 Nationen

Name des Kurses: Carmenna

Länge des Kurses: 270 Meter

Anzahl Tore: 20



Zusätzliche O-Töne:

Michelle Gorgone, USA; Zweite, über ihr bislang bestes PSL-Resultat: 'Ich bin echt super zufrieden. Auch wenn es am Ende knapp war, hätte ich mir nie in 100 Millionen Jahren Träumen lassen, dass ich es jemals auf ein PSL-Podium schaffe, geschweige denn fast meinen ersten Weltcup-Sieg hole.'

Isabella Laböck, Deutschland, Dritte: 'Für mich war es heute so wichtig, endlich einmal das Achtelfinale zu überstehen. Alles danach war reine Zugabe. Ich bin überglücklich, denn jetzt habe ich auch die Scharte der WM (Probleme mit dem Startgate) ausgemerzt.'

Roland Fischnaller, Italien, Zweiter, über seinen mittlerweile fünften zweiten Platz: 'Es ärgert mich schon ein bisschen, denn ich wollte heute unbedingt gewinnen, habe dann aber kurz vor Schluss einen Schlag bekommen. Aber eines Tages werde ich ganz oben stehen.'

Zan Kosir, Slowenien, Dritter: 'Ich bin zufrieden, denn nach den letzten Rennen, wo ich immer wieder dumme Fehler gemacht habe, habe ich endlich einen Fortschritt gemacht.'

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