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06. Januar 2009, 16:59

Weltcup-Leader Günther und Grabner siegen im Parallel Riesenslalom am Kreischberg

Daniel Biveson feiert 200tes Weltcup-Rennen

Mit einem österreichischen Doppelerfolg ist der erste von zwei Parallel-Rennen am Kreischberg zu Ende gegangen. Im zweiten Parallel Riesenslalom des LG Snowboard FIS Weltcup 2009 sicherten sich die Weltcup-Führenden Doris Günther und Siegfried Grabner den Sieg und bauten damit ihren Vorsprung auf die Verfolger weiter aus. Im Finale der Damen hatte sich Günther gegen die Japanerin Tomoka Takeuchi durchgesetzt, die das beste Ergebnis ihrer Karriere erzielte. Im Rennen um den dritten Platz überquerte Claudia Riegler (AUT) die Ziellinie vor der Australierin Johanna Shaw. Bei den Herren hatte Grabner den amtierenden Parallel Slalom-Weltmeister Simon Schoch (SUI) bezwungen. Dritter wurde Meinhard Erlacher (ITA) vor Heinz Inniger (SUI).

Dass Siegfried Grabner ein gutes Ergebnis beim Rennen in der Steiermark erzielen würde, hätte man vorher schon fast wetten können. Denn neben der Form des österreichischen Parallel-Veteranen, die dank seines Sieges in Arosa kurz vor Weihnachten schon steil nach oben zeigte, spielte auch die besondere Beziehung des Kärntners mit Wohnsitz in Andorra zum WM-Hang von 2003 eine besondere Rolle: 'Ich war hier am Kreischberg nie schlechter als Platz fünf. Der Hang taugt mir extrem. Der Sieg zeigt mir aber auch, dass ich im Sommer extrem gut gearbeitet habe und ich noch lange nicht zum alten Eisen zähle. Ich bin sehr zufrieden, denn mein letzter PGS-Sieg liegt lange zurück (Feb 2005 Sapporo).' Auf die kommende Weltmeisterschaft in Korea angesprochen ergänzte der 33-Jährige: 'Ich lasse mich jetzt sicher nicht in die Favoritenrolle drängen. Ich will Spass am Snowboarden haben - auch wenn ich natürlich erleichtert bin, dass ich gut drauf bin.'

Keischberg (mk) Bei den Damen hat Doris Günther ihre Erfolgsgeschichte in der laufenden Saison des LG Snowboard FIS Weltcup weitergeschrieben. Dabei war der heutige dritte Sieg im vierten Rennen eher überraschend, denn 'ich war ziemlich nervös. Man will bei einem Heimrennen Alles besonders gut machen und natürlich auch zuhause die gute Serie fortsetzen.' Der Grund dafür lag vor allem an 'meiner grossen Stärke. Ich konnte mich wieder von Lauf zu Lauf steigern. Das ist sensationell, denn ich habe das Gefühl, noch Reserven zu haben.'

Herausragendes Jubiläum für einen Schweden

Bei allen Podiumsplatzierungen trat auch ein besonderes Jubiläum nicht in den Hintergrund. Denn Daniel Biveson schaffte es als erster Mann im LG Snowboard FIS Weltcup, den 200ten Weltcup-Start zu absolvieren. Der Schwede blickte daher nicht ohne Stolz auf ereignisreiche zwölf Jahre zurück: 'Mein erstes Rennen war 1996. Daher habe ich schon gefühlt, dass ich eine Zeit lang dabei bin, aber ich hätte nicht gedacht, dass ich als Erster die 200 voll mache! Es war eine tolle Zeit, nicht nur wegen des Snowboardens, sondern auch wegen der anderen Fahrer, dem Spass mit ihnen und den Partys.'

Weitere Fakten:

Teilnehmer: 43 Frauen und 55 Männer aus 24 Nationen

Name des Kurses: Artemis

Länge des Kurses: 617 Meter

Anzahl Tore: 27

Kurssetzer: Felix Stadler (AUT)

Zusätzliche O-Töne:

Tomoka Takeuchi, Japan, Zweite, über ihr bislang bestes Weltcup-Ergebnis: 'Ich habe sehr gut zusammen mit Claudia (Riegler) in Flachau und mit den Schweizern trainiert. Deswegen konnte ich sie wohl im Halbfinale schlagen. Ich habe einen super Tag gehabt!'

Simon Schoch, Schweiz, Zweiter: 'Kurz vor der WM war der zweite Platz heute für mich extrem wichtig, denn zuvor habe ich nicht das erreicht, was ich mir erhofft habe. Ich bin froh, dass ich zurück bin und zeigen konnte, dass ich noch zu den Besten gehöre.'

Meinhard Erlacher, Italien, Dritte: 'Es ist super, dass ich es endlich wieder aufs Podest geschafft habe. Sonst bin ich leider immer in den ersten Runden ausgeschieden. Daher ist der dritte Platz super! Ich hoffe, dass es jetzt in Zukunft besser klappt, auch für die WM, denn in Korea habe ich mein bislang einziges Podium-Resultat (3ter 2005) herausgefahren.'

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