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18. Januar 2009, 10:31

Olafsen und Schairer krönen sich zum Snowboard Cross-Weltmeister - Wenige Zentimeter entscheiden über Gold und Silber bei den Männern

18. Januar 2009, Gangwon, Korea - Die ersten Goldmedaillensieger der FIS Snowboard Weltmeisterschaften 2009 in Gangwon, Korea, presented by LG stehen fest. Helene Olafsen (NOR) und Markus Schairer (AUT) haben sich heute in einem spannenden Snowboard Cross-Finale den Weltmeistertitel gesichert. Olafsen feierte im Hyundai Sungwoo Ressort einen Start-Ziel-Sieg bei den Damen und verwies damit die beiden Schweizerinnen Olivia Nobs und Mellie Francon auf den zweiten und dritten Platz. Maelle Ricker aus Kanada beendete das Rennen auf dem unglücklichen vierten Rang. Bei den Männern war es der knappste Ausgang eines Weltmeisterschafts-Snowboard Cross-Finales. Der Weltmeister von 2007, Xavier Delerue (FRA), hatte bis kurz vor Schluss den Vier-Mann-Heat angeführt und war auf dem besten Weg, seinen Titel zu verteidigen. Doch Schairer ging am Ende mit nur wenigen Zentimetern Vorsprung vor dem Franzosen über die Ziellinie. Dritter wurde Nick Baumgartner aus den USA vor Tom Velisek (CAN).

18. Januar 2009, Gangwon, Korea (mk) 'Es war ein sehr knappes Finale, aber ich habe gewusst, dass ich vorne lag' sagte Markus Schairer nach seinem Sieg. Der junge Österreicher, der dies auch mit einer sofortigen Jubelpose bei Zielankunft untermauert hatte, fügte an: 'Es ist ein unbeschreibliches Gefühl, ich weiss eigentlich gar nicht, was ich sagen soll. Am Start habe ich mir nur gedacht: bloss nicht Vierter werden. Alles, nur das nicht! Aber dann habe ich einen guten Start erwischt und mehrmals versucht, an Xavier (Delerue) vorbeizugehen. Am Ende habe ich gesehen, dass er einen Fehler gemacht hat und meine Chance genutzt.' Es war der wohlverdiente Erfolg für den 21-Jährigen, der nicht nur die gestrige Qualifikation gewonnen hatte, sondern auch bei den beiden letzten Weltcup-Stopps als Zeitschnellster ins Finale gegangen war, ohne am Ende siegen zu können.

Des einen Freud des anderen Leid. Nach dem Zieleinlauf haderte der entthronte Weltmeister Xavier Delerue ein wenig mit sich selbst: 'Ich habe den entscheidenden Fehler am zweitletzten Sprung gemacht. Aber es ist schon O.K.', denn das Hauptziel des Franzosen bleiben die Olympischen Winterspiele 2010 in Vancouver. 'Dafür war es heute eine gute Lektion, bis zum Schluss konzentriert zu bleiben, auch wenn ich eigentlich schon erfahren genug sein sollte', so der Franzose abschliessend, der vor fast einem Jahr bei einem Lawinenabgang nur knapp mit dem Leben davongekommen war.

Bei den Damen sicherte sich Helene Olafsen nach ihrer Bronzemedaille von vor zwei Jahren in Arosa das heissbegehrte Gold - und das, obwohl Olafsen eigentlich nie ihre Disziplin trainiert sondern Zeit in der Halfpipe vorzieht. 'Ich kann es noch nicht ganz verstehen. Ich habe mich besser gefühlt als gestern' als sie Siebte der Qualifikation wurde. 'Es hat Spass gemacht zu fahren. Und wenn es mir Spass macht, schneide ich auch gut ab', so die 18-Jährige weiter, die aller ihrer Heats heute als Erste beenden konnte.

Zusätzliche O-Töne:

Olivia Nobs, Schweiz, Zweite: 'Ich bin froh über Platz zwei und dass ich so eine gute Quali hingelegt habe. Heute war der Tag, etwas zu erreichen. Also habe ich mein Bestes gegeben. Das Finale war eng und ich habe gekämpft, aber Helene (Olafsen) hatte den besseren Start.'

Nick Baumgartner, USA, Dritter: 'Ich habe alles gegeben. Das ist bislang das beste Jahr meiner Karriere. Es ist einfach super, das erste Mal zu einer Weltmeisterschaft zu kommen und dann gleich eine Medaille zu gewinnen. Vor allem, da das Finale extrem stark war.'



Das SBX Weltmeisterschafts-Podium von Gangwon:

Damen Männer

1. Helene Olafsen (NOR) 1. Markus Schairer (AUT)

2. Olivia Nobs (SUI) 2. Xavier Delerue (FRA)

3. Mellie Francon (SUI) 3. Nick Baumgartner (USA)

4. Maelle Ricker (CAN) 4. Tom Velisek (CAN)



Die Schweizer konnten sich wie folgt platzieren:

Damen Männer

2. Olivia Nobs 9. Fabio Caduff

3. Mellie Francon 23. Hans Reichen

5. Sandra Frei 28. Ruben Arnold

10. Simona Meiler

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